Dioxin-Skandal: Über 30 Strafanzeigen gegen Futterfirma

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Das Firmencredo von Harles und Jentzsch lautet: "Power to the Bauer".

Bielefeld - Gegen Verantwortliche des Futtermittelproduzenten Harles und Jentzsch sind nach Angaben der Staatsanwaltschaften Itzehoe und Oldenburg von Privatpersonen bereits mehr als 30 Strafanzeigen erstattet worden.

Das berichtet das Bielefelder “Westfalen-Blatt“ (Samstagausgabe). In einer Vielzahl dieser Anzeigen werde der Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung und des versuchten Mordes erhoben, sagte Oberstaatsanwalt Ralph Döpper der Zeitung.

Auch diesen Vorwürfen werde jetzt nachgegangen. Mittel- und langfristig seien nach Angaben des NRW-Verbraucherschutzministeriums gesundheitliche Schädigungen durch den Verzehr dioxionbelasteter Lebensmittel nicht auszuschließen. Gegen den Geschäftsführer der inzwischen insolventen Firma Harles und Jentzsch, Siegfried Sievert, ermittele die Staatsanwaltschaft Itzehoe bereits wegen Verstoßes gegen das Futtermittelrecht, Betruges und Steuerhinterziehung.

Die Zahl der Beschuldigten könne sich noch erhöhen, sagte Döpper. Nach den bisherigen Ermittlungen soll vom Futtermittelproduzenten Harles und Jentzsch technische Mischfettsäure in einem illegalen Mischwerk der Spedition Lübbe, einer Tochterfirma im niedersächsischen Bösel, zur Herstellung von Futterfett verwandt worden sein.

Die dioxinbelasteten Futterfette wurden bundesweit an Mischfutterhersteller verkauft und gelangten so in die landwirtschaftlichen Betriebe.

dapd

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