Mehr als 3000 Demonstranten gegen NPD-Aufmärsche

Neuruppin/Lübeck - Mit friedlichen Aktionen und Sternmärschen haben mehr als 3000 Menschen in Neuruppin und Lübeck am Samstag gegen Aufmärsche von Rechtsextremisten demonstriert.

In Neuruppin, wo rund 250 Rechtsextremisten einen Marsch durch die Stadt planten, kamen 2000 Menschen zu einem "Straßenfest der Demokratie" zusammen. Die Initiative "Neuruppin bleibt bunt" hatte dazu aufgerufen. Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke) sagte, die Weimarer Republik sei nicht daran gescheitert, dass es zu viele Nazis gegeben habe, sondern dass sich zu wenige Demokraten ihnen entgegen gestellt hätten. "Diese Lehre hat Neuruppin verinnerlicht", sagte Pau.

In Lübeck protestierten mehr als 1000 Menschen gegen eine Kundgebung zum Gedenken an die Bombardierung Lübecks im Zweiten Weltkrieg, zu der die rechtsextreme NPD aufgerufen hatte. Zu der Gegen-Aktion hatten unter anderem Kirchen, Gewerkschaften und Parteien aufgerufen.

dpa

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