El Masri im Frühjahr erneut vor Gericht

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Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat wegen des Angriffs auf Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (CSU) Anklage gegen Khaled el Masri (Foto) wegen Körperverletzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Memmingen/Neu-Ulm - Wegen eines Angriffs auf den Oberbürgermeister von Neu-Ulm muss sich der Deutsch-Libanese Khaled el Masri voraussichtlich im Frühjahr vor Gericht verantworten.

Ein genauer Termin für die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Memmingen steht nach Angaben eines Gerichtssprechers vom Montag noch nicht fest.

Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat wegen des Angriffs auf Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (CSU) Anklage gegen el Masri wegen Körperverletzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung erhoben. Am 11. September 2009 war der sechsfache Vater in das Büro des Politikers gestürmt, hatte dort auf ihn eingeschlagen und einen Stuhl nach ihm geworfen. Dabei war Noerenberg an der Hand und im Gesicht verletzt worden.

Gegen el Masri war daraufhin Haftbefehl erlassen worden. Da bei dem 46-Jährigen, der unter Bewährung steht, Wiederholungsgefahr besteht, sitzt er seit dem Vorfall in Untersuchungshaft. Nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Memmingen, hat el Masri die Tat zugegeben. Zu den Motiven habe er keine Angaben gemacht. In einem beschlagnahmten Brief, den er aus dem Gefängnis schrieb, habe er lediglich angedeutet, seine religiösen Gefühle seien durch einen geplanten Bau eines Nachtclubs in der Nähe einer Moschee, in der seine Kinder gebetet hätten, verletzt worden.

Eine psychiatrische Begutachtung, mit der geprüft werden soll, ob el Masri bei dem Angriff auf den Politiker vermindert schuldfähig gewesen sein könnte, lehnte der Beschuldigte ab. Das Gericht wird sich daher nach Angaben der Staatsanwaltschaft in dem Prozess auch damit beschäftigen müssen, ob die Voraussetzung für eine Unterbringung in einer Psychiatrie besteht.

El Masri war 2004 vom US-Geheimdienst nach Afghanistan verschleppt und dort fast sechs Monate gefangen gehalten worden. Er gilt seitdem als traumatisiert. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland hatte er im Januar 2007 in einem Großmarkt der bayerischen Stadt Feuer gelegt und war dafür Ende 2007 zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

dpa

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