Lufthansa streicht alle Flüge bis Montagvormittag

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Alle Flüge bis auf weiteres gestrichen: Verzweifeltes Warten auch am Flughafen Berlin-Schöneberg.

Frankfurt/Main - Bei der Lufthansa wird trotz der vorübergehenden Lockerung des Flugverbotes vor Montag, 11 Uhr, kein Flugzeug starten oder landen. 70.000 Urlauber sitzen derweil auf den Kanarischen Inseln fest.

Bis zu diesem Zeitpunkt seien alle innerdeutschen Flüge annulliert worden, sagte ein Airlines-Sprecher am Sonntag auf DAPD-Anfrage. Alle europäischen und Interkontinentalflüge seien bis Montag, 14.00 Uhr, gestrichen worden. Mit der sehr kurzfristigen Öffnung verschiedener Flughäfen ohne Vorlauf sei weder der Fluggesellschaft noch den Passagieren gedient, sagte der Sprecher.

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Die Deutsche Flugsicherung (DFS) erlaubte am Sonntagnachmittag für einige Stunden wieder Flüge an sieben Flughäfen im Land. An sieben Flughäfen waren vom Nachmittag an bis 20.00 Uhr wieder Flüge in bestimmte Richtungen möglich - allerdings hatten die Fluggesellschaften zuvor bereits alle Flüge annulliert. Ansonsten mussten in großen Teilen Europas die Flugzeuge weiter auf dem Boden bleiben. In der Luftfahrtbranche, der die Sperrung täglich Millionen-Einbußen beschert, wurde nach Testflügen Kritik am Flugverbot laut. Vom Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt und vom Flughafen Hahn im Hunsrück erlaubte die DFS bis 20.00 Uhr Flüge in Richtung Norden in Abhängigkeit vom Ziel. Die beiden Berliner Flughäfen, Hannover, Erfurt und Leipzig sollten bis 20.00 Uhr für alle Abflüge Richtung Osten geöffnet sein. Alle übrigen Flughäfen in Deutschland blieben vorerst bis 20.00 Uhr dicht

70.000 Urlauber sitzen auf Kanaren fest

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Allein auf den Kanarischen Inseln saßen am Wochenende mehr als 70 000 Urlauber fest, auf Mallorca waren allein am Samstag 50 000 Mallorca-Reisende von dem Chaos betroffen. Viele müssen sich mit Zügen, Mietautos oder Bussen und Fähren durchschlagen. Sollte die Sperrung der Lufträume aufgehoben werden, wird es nach Ansicht von Experten mehrere Tage dauern, ehe sich der Reiseverkehr normalisiert hat. Die Fluggesellschaften forderten vorsorglich eine Lockerung des Nachtflugverbots. Zu spät wird den kommenden Tagen auch die Post kommen, weil die Postflüge ausfielen. Der Vulkan spuckte unterdessen weiter Asche. Wegen der riesigen Wolke registrierte Eurocontrol seit Donnerstag 63 000 abgesagte Flüge, wie die Flugsicherheitsbehörde am Sonntag in Brüssel mitteilte. Das schafft für Milliardenverluste - und Vertreter einiger Airlines bezweifeln, ob die Flugausfälle notwendig waren.

Sonderkonferenz der EU-Verkehrsminister

Mehrere Länder hatten ihre Airports bereits bis Montag geschlossen. Auch das Überqueren des Kontinents sei unmöglich, erklärte Eurocontrol. Die Europäische Union hat für Montag eine Sonderkonferenz der Verkehrsminister einberufen. Der Verkehrsausschuss des Bundestages will am Dienstag über Konsequenzen der weitreichenden Flugverbote beraten.

Der Vulkan stieß die Asche in eine Höhe von rund 8000 Metern, wo der Wind sie in Richtung Skandinavien trieb. Ein Hochdruckgebiet hielt die Wolke aber in ihrer Position. In Deutschland sagten Meteorologen erst für Dienstag eine Wetteränderung voraus. Tief “Queenie“ soll dann zwar neue Asche aus Island bringen, der Regen könnte den Vulkanstaub dann aber aus der Luft waschen.

dapd/dpa

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