Loveparade-Katastrophe: War ein kaputter Gullydeckel die Ursache?

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Ein Gullydeckel vor dem Unglückstunnel der Duisburger Loveparade.

Düsseldorf/Köln - Acht Wochen nach der Loveparade- Katastrophe von Duisburg gibt es eine neue Theorie, wie es zur Massenpanik mit 21 Toten kommen konnte.

Nach Berichten des WDR und des Kölner “Express“ (Freitag) könnte ein nur notdürftig abgedeckter Gully am Tunnel zum Veranstaltungsgelände für die Menschen zur Stolperfalle geworden sein.

Der WDR zeigte am Freitagabend in der “Aktuellen Stunde“ den maroden Gully, über den als Sicherung lediglich ein Bauzaun gelegt worden war. Eine Zeugin sagte dem WDR und der Zeitung, sie sei kurz vor dem Unglück mit ihrem Fuß in dem Gully hängengeblieben. Das durch den abgesackten Gullydeckel entstandene Loch sei so groß gewesen, dass sie bis zum Oberschenkel hineingepasst hätte. Eine Freundin habe ihr geholfen, wieder freizukommen. Nach den Medienberichten waren wenig später in unmittelbarer Nähe des defekten Gullys acht Menschen gestorben.

Weder der Veranstalter noch die Stadt Duisburg wollte sich zu den Vorwürfen äußern. Bei der Staatsanwaltschaft Duisburg hieß es am Samstag lediglich: “Wenn sich diese Hinweise als wichtig erweisen sollten, werden die Ermittler der Sache nachgehen.“ Dem “Express“ hatte der ermittelnde Staatsanwalt Rolf Haverkamp erklärt: “Der Gully, von dem die Zeugin spricht, ist mir bekannt. Wir haben ebenfalls mehrere Zeugenaussagen in dieser Richtung.“ Der Gully sei wohl vor der Veranstaltung notdürftig abgedeckt worden, dies hätten die Besucher aber sofort heruntergerissen.

Loveparade-Katastrophe: Trauer im Unglückstunnel

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Im Internet-Blog der Initiative Loveparade-Sammelverfahren bestätigt ein Beitrag die Zeugenaussage: “Wir haben ihn gesehen, offen, und gierig, seitlich abfallend - eine Seite abgebrochen ­ wir waren genug dort um das zu bezeugen. Die Motorradfahrer, Notfallseelsorge und garantiert noch viele, viele mehr“, schreibt ein Blogger unter dem Namen “Stallbursche“.

Am 24. Juli waren bei der Massenpanik 21 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden.

dpa

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