Gas-Explosion

Nach Tod von Feuerwehrmann Stefan (19): Mordkommission klärt Ursache der Explosion

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In einem Mehrfamilienhaus kam es zu einer Explosion mit tragischen Folgen.

Er war erst 19 Jahre – und ist im Einsatz ums Leben gekommen. Feuerwehrmann Stefan wurde bei einer Explosion in Lienen (NRW) verschüttet. Die Trauer um den jungen Mann ist groß. 

  • Eine Explosion hat sich in einem Wohnhaus in Lienen (NRW) ereignet.
  • Zwei Feuerwehrmänner wurden dabei im Keller verschüttet.
  • Der 19 Jahre alte Stefan ist dabei ums Leben gekommen.

Update vom 14. Februar: Die Mordkommission, die nach einer Gas-Explosion in Lienen (NRW) ermittelte, ist zu einem ersten Ergebnis gekommen. Sie fanden in dem zerstörten Haus eine Kerze, die vermutlich das ausströmende Gas entzündet hatte.

Zum Zeitpunkt der Explosion hatte sich der erst 19 Jahre alte Feuerwehrmann Stefan im Keller des Hauses in Lienen aufgehalten. Seine Leiche wurde inzwischen gerichtsmedizinisch obduziert. "Der junge Mann ist von herabstürzenden Trümmerteilen erschlagen worden", fasste Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt das Ergebnis zusammen.

Die Kerze und die am Tatort gefundene Gasflasche wurden sichergestellt und werden nun auf DNA-Spuren untersucht. Die Mordkommission, die aus 16 Mitgliedern besteht, hat zudem Fallanalytiker des Landeskriminalamts (LKA) hinzugezogen. Die Ermittlungen konzentrieren sich jetzt vor allem auf mögliche Täter und Motive. 

"Wir haben derzeit keine Hinweise darauf, dass am vergangenen Samstag bewusst Feuerwehrleute getötet werden sollten", sagte der Oberstaatsanwalt. Das Mehrfamilienhaus in Lienen (NRW) ist frei zugänglich. Infrage kommen daher auch Menschen, die nicht dort wohnen. Es ist unklar, wie viele Personen an der Tat beteiligt waren. Während die Ermittlungen laufen, steht die Polizei in engem Kontakt zu den Angehörigen. Sie bittet darüber hinaus um Hinweise von Zeugen unter 02551/15 56 78.

Nach Explosion in Lienen: Gottesdienst für toten Feuerwehrmann (19)

Update vom 13. Februar: In einem ökumenischen Gottesdienst wurde am Mittwoch dem verstorbenen Feuerwehrmann Stefan gedacht. 700 Menschen kamen zu der Messe in Lienen (Kreis Steinfurt). Der 19-Jährige war wenige Tage zuvor bei einem Einsatz in der Innenstadt ums Leben gekommen: Er wurde bei einer Gas-Explosion im Haus verschüttet.

Die Besucher des Gottesdienstes in Lienen (NRW) zündeten Kerzen für Stefan und die weiteren verletzten Feuerwehrmänner an. Freunde, Familie und Kameraden des 19-Jährigen waren zugegen. Fürbitten wurden von einer Polizistin und einer Seelsorgerin vorgetragen. Noch immer ist nicht klar, wie es zu der Explosion in dem Wohnhaus kam. Die Staatsanwaltschaft Münster schließt eine vorsätzliche Herbeiführung nicht aus.

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Explosion in Lienen (NRW)

Update vom 10. Februar, 13.34 Uhr: Nach dem Tod des 19-jährigen Feuerwehrmannes hat die Polizei eine Mordkommission eingerichtet. Ob die Explosion in Lienen (NRW) absichtlich herbeigeführt wurde, muss noch ermittelt werden. Jedoch gilt dies als wahrscheinlich: „Die intensiven Ermittlungen am Wochenende deuten daraufhin, dass die Explosion durch Gasaustritt vorsätzlich herbeigeführt wurde", erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.“ Die Ermittler haben im Keller des Hauses eine Gasflasche gefunden, die derzeit im Mittelpunkt der Untersuchung in Lienen steht. Andere Quellen für den Gasaustritt gelten zum jetzigen Zeitpunkt als unwahrscheinlich.

Die Ermittlung gestalten sich jedoch aufgrund der Gebäudeschäden nach wie vor schwierig: Der Mehrfamilienhaus ist nach der Explosion in Lienen einsturzgefährdet, wie Frank Schneemann, der Leiter der Mordkommission berichtet. „Aktuell vernehmen wir Zeugen und gehen ersten Hinweisen nach."

Lienen (NRW): Feuerwehrmann (19) stirbt bei Explosion – Einsatzkräfte trauern um Kameraden

Erstmeldung vom 10. Februar, 11.33 Uhr: Eine Explosion erschütterte am Samstag (8. Februar) die Innenstadt von Lienen (NRW). Bewohner eines frisch sanierten Mehrfamilienhauses hatten Gasgeruch wahrgenommen – dabei gibt es in dem Gebäude gar keine Gasanlage.

Die Feuerwehr Lienen rückte auf den Notruf um 11.15 Uhr hin aus. Zwei Männer mit Atemschutzgeräten betraten das Gebäude, um festzustellen, ob alle Bewohner das Haus verlassen hatten. Ein Mann war zunächst zurück in seine Wohnung gelaufen, um seinen Hund zu retten. 

Lienen (NRW): Zwei Feuerwehrmänner bei Explosion im Keller verschüttet

Nachdem das Haus in Lienen geräumt wurde, gingen die zwei Feuerwehrmänner in den Keller, um nach der Ursache des Gasgeruchs zu suchen. Plötzlich kam es jedoch zu einer Explosion: Die beiden Einsatzkräfte wurden dabei verschüttet. Einer von ihnen war der 19-jährige Stefan. Erst Stunden später konnte seine Leiche geborgen werden. Ob der junge Feuerwehrmann sofort tot war, ist noch nicht klar. Sein Leichnam wird gegebenenfalls noch obduziert, wie die Polizei Münster mitteilte. 

Stundenlang versuchten zahlreiche Einsatzkräfte, die zwei Männer zu bergen. Der Angriffstrupp-Führer konnte am Nachmittag mit schweren Verletzungen aus den Trümmern gezogen werden, während die Suche nach dem 19-Jährigen noch bis in die Abendstunden andauerte. Da unklar war, ob das Gebäude nach der Explosion in Lienen einsturzgefährdet war, konnten die Einsatzkräfte nur sehr vorsichtig vorgehen, wie msl24.de* berichtet. 

Polizei ermittelt nach Explosion in Lienen – Ursache noch unklar

Drei weitere Feuerwehrmänner wurden bei der Explosion verletzt: Sie hatten einsatzbereit vor dem Gebäude in Lienen gewartet und wurden von Trümmerteilen getroffen. Die 17 Bewohner kamen jedoch nicht zu Schaden: Die meisten von ihnen hatten das Haus schon verlassen, als die Feuerwehr am Vormittag eintraf. Zwei Rettungshubschrauber und mehrere Notärzte waren vor Ort, um sich um die Verletzten zu kümmern: Zunächst waren zehn Explosionsopfer gemeldet worden. 

Nach der Explosion folgt die Suche nach den Antworten: Woher kam der Gasgeruch? 

Die Ursache der Explosion in Lienen ist nach wie vor unklar. Da der Gasgeruch nicht aus einer Hausleitung stammen kann, wurde auch das Erdgasnetz überprüft – dieses ist jedoch auch intakt. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Am Montagvormittag (10. Februar) konnten die Beamten jedoch noch keine Ergebnisse vorlegen, da das Haus weiterhin als einsturzgefährdet gilt. Die Begutachtung geht daher nur schleppend voran. 

Nach der Explosion in Lienen (NRW): Große Trauer bei der Feuerwehr

Wie gehen die Männer und Frauen der Feuerwehr damit um, wenn ein Kamerad – noch dazu einer, der gerade erst volljährig wurde – bei einem Einsatz ums Leben kommt? Der Löschzug in Lienen zeigt sich fassungslos: "Am Samstag, dem 8. Februar 2020, sind wir zu einem Einsatz rausgefahren, der unser Leben verändert hat", schreiben sie auf Facebook. Und weiter: "Mit gerade einmal 19 Jahren ist Stefan viel zu früh von uns gegangen. Wir sind 170 Frauen und Männer, aber die Lücke, die jetzt in unserer Reihe klafft, ist unbeschreiblich groß."

Die Worte, die die Feuerwehr Lienen für den Verlust von Stefan finden, bewegen: Zahlreiche Feuerwehren aus dem Umland und Tausende Privatpersonen bekunden unter dem Post ihr Beileid. Zwei Tage nach dem tragischen Tod von Stefan hat der Beitrag über 2000 Kommentare und wurde mehr als 6000 Mal geteilt. 

Feuerwehr in Lienen hofft nach Explosion auf Antworten

Ralph-Raphael Meier, der an dem verhängnisvollen Samstag in Lienen die Einsatzleitung innehatte, formuliert in seinem Kommentar eine Frage, die sich wohl viele Kameraden, Freunde und Angehörigen von Stefan stellen: "Nach der Rettung von mehreren Menschen, dann die Katastrophe und ein Gefühl der Hilflosigkeit. Was ist passiert, warum gerade uns, warum Stefan?" Die Antwort auf das Warum kann die Ermittlung der Polizei vermutlich bald liefern. Im Umgang mit der Trauer und dem Gefühl der Leere müssen Meier und die Menschen in Lienen ihren Weg selbst finden. 

So gehen Brandermittler vor 

In einem weiteren Fall in der Region ermittelt die Polizei derzeit: Ein 21-Jähriger wurde in Bocholt von einem anderen Mann niedergestochen. Die Beamten haben bereits eine Vermutung, was das Motiv sein könnte, wie msl24.de* berichtet. Darüber hinaus wurden zwei Frauen angeklagt: Sie hatten in Münster eine Explosion in ihrem Mietshaus herbeigeführt. Anschließend mussten ihre zwei Pferde eingeschläfert werden. Die beiden müssen sich nun vor Gericht verantworten, wie msl24.de* ebenfalls berichtet.

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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