Lena Mord: Polizei prüft 300 Hinweise

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In Emden findet eine Gedenkveranstaltung für die ermordete Lena statt.

Emden - Trotz des Geständnisses des Täters ist die Todesursache von Lena weiterhin unklar. Die Ermittler gehen mehr als 300 Hinweisen nach, während die Vorbereitungen für die Trauerfeier in vollem Gange sind.

Der Mordfall Lena bestimmt auch mehr als zwei Wochen nach der Tat das Leben in der ostfriesischen Stadt Emden. Zum Schulbeginn nach den Osterferien am Donnerstag (12. April) ist an der Grundschule des getöteten elfjährigen Mädchens eine Gedenkveranstaltung geplant, wie Oberbürgermeister Bernd Bornemann (SPD) am Dienstag in Emden sagte. 140 Mitschüler sowie deren Eltern und Lehrkräfte wollen der getöteten Viertklässlerin gedenken. Die Polizei arbeitet weiter an der vollständigen Aufklärung des Verbrechens und geht inzwischen mehr als 300 Hinweisen nach.

Emden: Menschen trauern um ermordete Elfjährige

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Das Treffen am Donnerstag an Lenas Grundschule wird den Angaben zufolge begleitet von Schulpsychologen und dem reformierten Pastor Manfred Meyer, der in engem Kontakt zu Lenas Familie steht und die Elfjährige bereits beerdigt hatte. “Ein Platz in der Schule bleibt leer. Das muss verarbeitet werden“, fügte Bornemann an. Zugleich müsse es den Kindern ermöglicht werden, möglichst unbehelligt in die Normalität zurückzukehren, appellierte er an die Öffentlichkeit.

Lena war am 24. März in einem Emder Parkhaus tot aufgefunden worden. Sie wurde nach Polizeiangaben Opfer einer Sexualstraftat. Gegen einen 18-jährigen Tatverdächtigen wurde am 1. April Haftbefehl erlassen. Er hat die Tötung gestanden.

Emden will sich als Stadt der Anteilnahme präsentieren

“Das ist eine Ausnahmesituation und ein Ereignis, das nicht ohne negative Wirkung an der Stadt vorübergeht“, sagte der Oberbürgermeister. Bornemann bezog sich damit auf Polizeipannen und Vorverurteilungen. Der 18-jährige Tatverdächtige hatte sich bereits im November bei der Polizei selbst angezeigt, ohne dass der Fall konsequent weiterverfolgt wurde. Zudem wurde ein zu Unrecht Beschuldigter in sozialen Netzwerken im Internet an den Pranger gestellt und vor dem Emder Polizeirevier zur Lynchjustiz aufgerufen.

Für Freitag (13. April) rufen Stadtverwaltung, Kirchen, DGB und Stadtsportbund zu einer Solidaritätsveranstaltung mit allen Opfern und Betroffenen der Tragödie sowie gegen Vorverurteilungen und Selbstjustiz auf. “Am Freitag werden wir ein Zeichen setzen, dass Emden eine Stadt der Anteilnahme und des Mitgefühls ist“, kündigte Bornemann an.

Die Beamten der 40-köpfigen Mordkommission “Parkhaus“ suchen unterdessen weiter nach der Tatwaffe und gehen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. “Neue Erkenntnisse gibt es nicht“, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Auch zu Lenas Todesursache machte sie keine Angaben.

dapd

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