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Omikron BQ.1.1, BA.5, Grippe und Co.: Was das Immunsystem leisten muss

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Von: Bona Hyun

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Eine Doktorin mit Mundschutz erklärt ein Modell des Coronavirus
Omikron BQ.1.1, Sub-Variante BA.5, Grippe und Co.: Das Immunsystem ist gefordert und muss auf Hochtouren arbeiten. © Mareen Fischinger/imago

Omikron BQ.1.1., BA.5. und Erkältungsviren fordern das Immunsystem. Es muss und kann nur von selbst auf wieder auf Hochtouren laufen, sagen Experten.

Hannover – Omikron BQ.1.1 und weitere Untervarianten wie Omikron BA.4. und BA.5. fordern das Immunsystem besonders im dritten Pandemiejahr in Deutschland. Die Ausbreitung von Untervarianten und Erkältungsviren deuten eine neue Corona-Welle im Winter hin. Deshalb muss das Immunsystem wieder von selbst auf Hochtouren anlaufen. Durch Masken und bestmöglichem Schutz war das Immunsystem lange Zeit geschont, da es nicht so oft aktiv sein musste. Das merke man an den derzeitigen Erkältungskrankheiten, sagte Immunologin Christine Falk im Gespräch mit tagesschau.de.

Omikron BQ.1.1., BA.5. und Erkältungsviren fordern Immunsystem: Herausforderungen im Winter

In Zeiten von Untervarianten mit BA.275.5. als gefährlichste Variante im Winter, muss das Immunsystem stärker aktiv werden. Zwar arbeite das Immunsystem immer, ist aber laut Falk nicht immer im gleichen aktiven Zustand. Äußere Einflüsse wirken nicht auf das Immunsystem ein. Daher würde es laut Falk auch nicht helfen, Medikamente für die Stärkung des Immunsystems einzunehmen oder durch positives Denken die Leistung des Immunsystems anzutreiben.

Denn das Immunsystem bringe sich nur durch erneuten Kontakt mit Viren auf ein höheres Abwehrniveau. Dazu braucht man eben auch die Kontakte zu Viren, ansonsten sei das Immunsystem ja nicht gefordert, sagte Falk der tagesschau.

Omikron-Varianten gefährlich für das Immunsystem? Wie das Virus ins Immunsystem eindringt

Viele Menschen blicken mit Sorge auf die derzeit vorherrschende Omikron Variante BQ.1.1. Diese ist ansteckender und kann durch ein sogenanntes „Schlüssel-Schloss-Prinzip“ ins Immunsystem eindringen und erste Abwehrlinien nach der Impfung überwinden. Das Virus optimiere sich genau an der Stelle, an der es in Zellen eindringen kann, sagte Falk. An der Stelle empfiehlt Falk eine Dreifach-Impfung und das Tragen von Masken zum eigenen bestmöglichen Schutz.

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Immunsystem in Zeiten von Omikron BQ.1.1 und BA.5. stärken: Vitamin C als Immunbooster

Zusätzlich können einige Vitamine den Immunschutz zu fördern. Studien zufolge hat Vitamin C eine positive Wirkung auf die Immunabwehr. Das Vitamin kann das Auftreten von Infekten zwar nicht gänzlich verhindern, doch die Nahrungsergänzung mit Vitamin C lindert die Schwere der Beschwerden und verkürzt den Krankheitsverlauf um rund acht Prozent bei Erwachsenen und um 18 Prozent bei Kindern.

Untersuchungen belegten ebenfalls die positive Wirkung von Vitamin D. Die Universität Kopenhagen fand heraus, dass Vitamin D die Aktivierung der T-Zellen steuert. Diese werden auch „Killerzellen“ genannt und sind ein wichtiges Element unserer Immunabwehr, da sie Krankheitserreger bekämpfen. Vitamin D wird vom Körper mithilfe des Sonnenlichts gebildet und kann daher mit der Nahrung nicht ausreichend aufgenommen werden. Auch hier gilt: Die Zufuhr von Vitamin D ist keine Garantie für eine Immunität vor einer Ansteckung mit Corona.

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