Kommt jetzt ein warmer Sommer?

Der Mai war in diesem Jahr mies, und der Frühling deshalb nur durchschnittlich. Die Aussichten für den Sommer 2010 sehen aber nicht schlecht aus. Computerberechnungen machen zumindest Hoffnung.

Frankfurt - Der Mai war in diesem Jahr mies, und der Frühling deshalb nur durchschnittlich. Die Aussichten für den Sommer 2010 sehen aber nicht schlecht aus. Computerberechnungen machen zumindest Hoffnung.

Der Sommer 2010 könnte für den miesen Mai entschädigen. Darauf deutet zumindest der Jahreszeiten-Trend des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach hin. Nach dieser Langzeitprognose für die nächsten vier bis sechs Monate liegt die Wahrscheinlichkeit für einen warmen Sommer bei 60 Prozent, für einen eher kalten oder mittleren Sommer bei jeweils etwa 20 Prozent.

Ob es viel oder wenig regnet und wie warm es tatsächlich wird, lässt sich jedoch nicht vorhersagen. Fest steht nur, dass der Start des meteorologischen Sommers, der die Monate Juni, Juli und August umfasst, kühl und regnerisch ausfällt.

Basis des Jahreszeiten-Trends ist das saisonale Vorhersagemodell des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW). Dafür werden verschiedene Kriterien ausgewertet, darunter statistische Daten und die Meerestemperatur. Der Trend ist nach Angaben des DWD lediglich eine Orientierungshilfe, ob eine Jahreszeit eher wärmer oder kühler ausfällt als im langjährigen Mittel der Jahre 1961-1990.

Vor allzu großen Hoffnungen warnen die Meteorologen: “Aufgrund dieser Unsicherheiten wird davon abgeraten, den Jahreszeiten-Trend für private Zwecke, wie beispielsweise die Urlaubsplanung oder die Festlegung eines Hochzeitstermins einzusetzen.“

Genauer ist der 15-Tage-Temperaturtrend. Laut ihm sieht es in der zweiten Juni-Woche nicht übel aus. Nach einem eher mäßigen Monatsstart - mit tagsüber 13 bis 18 Grad und nachts nur einstelligen Werten - soll es dann täglich wärmer werden. Am 12. Juni könnten die Temperaturen tagsüber 17 bis 29 Grad erreichen.

Ob es viel regnet oder wochenlanger Sonnenschein herrscht, sei nicht berechenbar, sagt Malewski. “Alles hängt von der Großwetterlage ab.“ Zwei Varianten seien für den Sommer in Deutschland typisch: Liegt ein stabiles Hochdruckgebiet über Skandinavien, gibt es Bilderbuchwetter mit blauem Himmel und ohne Regen. Herrscht dagegen eine Südwestströmung, kann es zwar auch warm sein, aber mit schwüler Luft sowie Schauern oder Gewittern.

dpa

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