Für die Kunst: Schaf "Norbert" soll auf die Guillotine

Berlin - Zwei Meisterschüler der Berliner Universität der Künste wollen per Internet abstimmen lassen, ob Schaf "Norbert" hingerichtet werden soll.

Bei der Staatsanwaltschaft sind inzwischen acht Anzeigen gegen die Initiatoren des umstrittenen Kunstexperimentes eingegangen. Wie eine Sprecherin der Berliner Anklagebehörde am Freitag mitteilte, werde zu den Vorwürfen wie Verstößen gegen das Tierschutz- sowie Waffengesetz und Sachbeschädigung ermittelt.

Seit Wochen rufen Iman Rezai und Rouven Materne zu einer Online-Abstimmung auf, ob das Schaf „Norbert“ durch die Guillotine sterben soll, die sie  gebaut haben, oder nicht. Mit dem Experiment wollen sie die Demokratie auf die Probe stellen.

Bis zum Donnerstag hatten von mehr als drei Millionen Abstimmenden knapp 60 Prozent gegen die Hinrichtung plädiert, mehr als 40 Prozent dafür. Die Künstler wollen erst nach dem Ende der Abstimmungsfrist Auskunft über ihr weiteres Vorgehen geben.

Nach Angaben der Künstleragentur The Coup wird die Guillotine trotz ihres Verkaufs in die USA bis zum Abschluss des Projekts am 17. Mai in Berlin bleiben. Das knallbunt lackierte Kunstwerk war vor wenigen Tagen überraschend für umgerechnet 1,75 Millionen Euro an einen US-Sammler verkauft worden.

dpa

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