Kripo ermittelt wegen kranker Wanderer

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Die Kripo ermittelt wegen kranker Wanderer gegen Hüttenbetreiber.

München - Nach der Erkrankung von rund 200 Bergwanderern im Allgäu durch verunreinigtes Trinkwasser hat die Polizei Ermittlungen gegen die Verantwortlichen eingeleitet.

Derzeit werde geprüft, wer für das Funktionieren der Trinkwasseraufbereitungsanlage auf der Rappenseehütte verantwortlich sei, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Die Kripo geht dem Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung nach.

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Verunreinigtes Trinkwasser hatte bei zahlreichen Wanderern heftige Magen-Darm-Beschwerden verursacht. Alle Betroffenen hatten zuvor die in 2.091 Meter Höhe gelegene Rappenseehütte besucht. Weil sich weitere erkrankte Wanderer nach Berichten über den Vorfall bei den Behörden gemeldet hatten, stieg die Zahl der bekanntgewordenen Fälle am Montag stark an.

Rechne man die Betroffenen, die bereits vor längerer Zeit auf der Hütte gewesen seien und ihre damaligen Beschwerden erst jetzt meldeten, mit ein, könne man von rund 200 Erkrankten ausgehen, sagte ein Polizeisprecher am späten Nachmittag. Insgesamt 44 Menschen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Am Montag befanden sich noch zwölf von ihnen in der Klinik. Die meisten könnten aber noch im Laufe des Tages entlassen werden, sagte der Sprecher.

Auf der Suche nach dem Auslöser

Welche Keime die Beschwerden auslösten, werde derzeit noch untersucht. In der Rappenseehütte war nach ersten Erkenntnissen schon seit einigen Tagen die Trinkwasseraufbereitungsanlage defekt. Bereits am Freitag traten Erkrankungsfälle auf, teilweise wurden die Betroffenen mit Hubschraubern ins Tal geflogen.

Die Hütte soll mindestens bis Mitte der Woche geschlossen bleiben. Sie werde derzeit unter Aufsicht des Gesundheitsamtes gründlich desinfiziert, eine Fachfirma habe bereits mit der Reparatur der Trinkwasseranlage begonnen, erklärte der Polizeisprecher. Für Hütten in der Umgebung wurden vorsorglich die Hygienemaßnahmen verstärkt.

AP

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