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Krebs früh erkennen und Risiken vorbeugen: Hälfte aller Todesfälle vermeidbar

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Durch die Vermeidung von Risikofaktoren könnte fast die Hälfte aller Todesfälle vermieden werden, behaupten US-Forscher. Also auf Anzeichen von Krebs achten.

Washington – Die Zivilisationskrankheit Krebs fordert weltweit jährlich zahllose Leben, die schiere Massen an Erkrankten ist frappierend: Weltweit ist Krebs die zweithäufigste Todesursache, nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte. Eine Studie von Forschenden der Universität Washington kommt nun zu dem Schluss, dass knapp die Hälfte der durch die Krankheit verursachten Todesfälle vermeidbar sind, da sie auf vermeidbare Risikofaktoren zurückgehen. Eine wichtige Rolle spielen zudem Vorsorgeuntersuchungen und die Konsultation einer Ärztin oder eines Arztes bei Krebs-Symptomen oder Unsicherheit. Was es zu beachten gilt.

Krebs: Knapp die Hälfte der Krebs-Todesfälle laut US-Studie vermeidbar

Eine Studie der Universität Washington kommt zu dem Schluss, dass fast die Hälfte der Krebstodesfälle auf vermeidbare Risikofaktoren zurückgehen, wie unter anderem RTL berichtet. Die Ergebnisse hatten die Studienleitenden des Institute for Health Metrics and Evaluation im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht. Zuvor hatten die Forschenden 23 Krebsarten und 34 Risikofaktoren untersucht. Die Beobachtungen streckten sich über den Zeitraum von neun Jahren, zwischen 2010 und 2019, in insgesamt 204 Ländern. Auch jeder zweite Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs.

Rauchen
Zwei Raucher halten ihre Zigaretten zwischen den Fingern. Viele Todesfälle durch Krebs gehen laut einer US-Studie auf vermeidbare Risikofaktoren zurück. (Archivbild) © Armin Weigel/dpa

Das Ergebnis der Studie: Folgt man den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, waren insgesamt 44,4 Prozent der Krebstodesfälle des Jahres 2019 vermeidbar. Der Grund: Sie gehen auf vermeidbare Risikofaktoren zurück. Ein gesunder Lebenswandel, beziehungsweise die Vermeidung von Risikofaktoren, kann die Gefahr an Krebs zu erkranken deutlich senken. Die Risikofaktoren sind dabei nicht unbedingt neu: Vor allem Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum sowie ein hoher Body-Mass-Index stellen eine Gefahr dar. Sie sind Hauptrisikofaktoren für etwa die Hälfte aller Krebstodesfälle, so die Forschenden. Natürlich gibt es darüber hinaus zahlreiche weitere Risikofaktoren, die zur Erkrankung führen könnenm auf dessen Warnsignale bereits früh gehört werden sollte.

Krebs früh erkennen: Welche Symptome und Warnsignale beachtet werden sollten

Krebs: Todesfälle durch Rauchen, Alkohol und Übergewicht nehmen weltweit zu

Die Studie kommt zudem zu dem Schluss, dass die Todesfälle, die durch Alkohol, Rauchen und Übergewicht verursacht wurden, in den letzten Jahren klar zugenommen haben. Im Studienzeitraum 2010 bis 2019 waren sie im globalen Kontext um 20,4 Prozent gestiegen. Besonders viele risikobezogene Todesfälle gab es mit Blick auf das Jahr 2019 in Westeuropa, Mitteleuropa, Nordamerika, dem südlichen Lateinamerika und Ostasien. In Deutschland war die Raucherquote zuletzt gestiegen. Erst kürzlich hatte eine andere Studie ergeben: Der falsche Lebensstil kann 22 Jahre kosten. Eine weitere Zahl: 2020 waren rund 75.500 Menschen an Folgen des Rauchens gestorben, allein in Deutschland.

Unter den sogenannten „risikoassoziierten Todesfällen“ dominierten hinsichtlich der Krebsart im Jahr 2019 weltweit Lungenkrebs, Bronchialkrebs und Luftröhrenkrebs. Diese Feststellung gilt sowohl für Frauen als auch für Männer, so die Studienurheber. Die Vermeidung einiger der Risikofaktoren ist einfach: Nicht Rauchen, kein Alkohol und stattdessen ausreichend Sport. Was gesunde Nahrung angeht, ist die Lage schwieriger: Unter Hartz IV etwa bleiben knapp fünf Euro für drei Mahlzeiten. Nicht erst seit der Inflation kann davon nicht gesund gelebt werden. Armut und Krankheit gehen Hand in Hand.

Krebs frühzeitig erkennen: Auf Symptome achten und Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

Ein entscheidender Faktor im Kampf gegen den Krebs sind zudem natürlich Vorsorgeuntersuchungen: Männer und Frauen sollten sie unbedingt regelmäßig und in den empfohlenen Abständen in Anspruch nehmen, um kein Risiko einzugehen. Bei bestimmten Veränderungen am Körper sollte zudem stets ärztlicher Rat eingeholt werden, frei nach dem Motto: Lieber einmal zu viel, als zu wenig. Viele Symptome können auch andere, harmlosere Ursachen haben, für einen Laien ist das jedoch nicht zu unterscheiden, das gilt auch für viele Symptome bei Darmkrebs. Je früher eine bösartige Gewebeveränderung entdeckt wird, desto größer die Heilungschancen. Krebs frühzeitig erkennen, kann Leben retten.

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Krebs bei Frauen: Warnsignale und frühe Anzeichen beachten

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Es bleibt festzuhalten: Ein gesunder Lebenswandel, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und keine Scheu vor Arztbesuchen im Zweifelsfall sind Kernaspekte im Kampf gegen Krebs. Keine Internetrecherche der Welt ersetzt die Konsultation eines Profis. Auch wenn der Gang zum Arzt in Zeiten der Sorge möglicherweise Überwindung kostet: Der Zeitpunkt ist ausschlaggebend, denn das entscheidende Stichwort ist und bleibt: Früherkennung.

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