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Krebs-Diagnose: Die tödlichsten Krebsarten für Männer und Frauen in Deutschland

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Von: Johannes Nuß

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Medizinisches Personal untersucht mit einer Mammografie die Brust einer Frau auf Brustkrebs.
Brustkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten, die bei Frauen diagnostiziert werden. (Archivbild) © Michael Hanschke/dpa

Wird Krebs früh erkannt, können viele Erkrankungen gut behandelt werden. Auch dank neuer Therapien. Aber manche Tumorarten haben immer noch hohe Sterberaten.

München – Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Krebs die häufigste Todesursache in Deutschland. Nur Schlaganfälle und Herzinfarkte sind in Deutschland tödlicher. Rund 240.000 Menschen sind im Jahr 2020 in Deutschland an einer Krebserkrankung gestorben. Doch viele hätten verhindert können. Bei einer frühzeitigen Erkennung ist auch Darmkrebs heilbar.

Diagnose Krebs: 50 bis 70 Prozent der Todesfälle hätten im Jahr 2020 verhindert werden können

Etwa 50 bis 70 Prozent der Todesfälle mit Diagnose Krebs hätten im Jahr 2020 verhindert werden können, wie das Klinikum Rechts der Isar in München in einer Pressemitteilung schreibt. Und das gilt nicht nur für Deutschland, das gilt für ganz Europa, wie es heißt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Menschen zur Krebs-Vorsorgeuntersuchung gehen, damit Prävention und Früherkennung bei Krebs auch greifen.

Denn generell gilt in Deutschland: Bei einer frühen Erkennung, kann Krebs oft gut behandelt werden, häufig sogar kann Krebs geheilt werden. Damit das auch passiert, ist es ratsam, die empfohlen Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen. Empfohlen werden diese vom Deutschen Krebsforschungszentrum und der Bundesregierung. Die besten Tipps, wann welche Vorsorgeuntersuchung zur Vorbeugung von Krebs empfohlen wird, finden sich dazu auf der Webseite des Deutschen Krebsforschungszentrum.

Diagnose Krebs: Laut TU München könnten rund 40 Prozent aller Krebserkrankungen vermieden werden

Wie es in einem Bericht von merkur.de heißt, könnten laut TU München rund 40 Prozent aller Krebserkrankungen vermieden werden. Beeinflussbare Faktoren dabei sind „Übergewicht, körperliche Inaktivität, ungesunde Ernährung, Genussmittel und Schutz vor UV-Strahlen“, so Renate Oberhoffer-Fritz, Professorin für Präventive Pädiatrie, Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften an der TU München. Werden diese Faktoren reduziert beziehungsweise beachtet, wird die Gefahr, dass Krebs entsteht, wesentlich vermindert.

Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts in Berlin wurden im Jahr 2018 allein in Deutschland bei rund 233.000 Frauen und 265.000 Männer die Diagnose Krebs gestellt. Laut diesen Zahlen erkranken rund eine halbe Million Menschen in Deutschland jährlich an Krebs – nur in den vergangenen zehn Jahren.

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Todesursache Krebs: Das sind die tödlichsten Krebsarten in Deutschland

Im Jahr 2018 sind laut Angaben des Zentrums für Krebsregistrierdaten 229.065 Menschen an Krebs verstorben. Die dritthäufigste Krebsdiagnose ist Lungenkrebs. Doch, dies betrifft nicht nur Raucher, wenngleich diese am häufigsten davon betroffen sind. Mehr als zwölf Prozent der Lungenkrebspatienten und -patientinnen haben in ihrem Leben nie geraucht. Das zeigt eine bevölkerungsbasierte Studie aus den Vereinigten Staaten, die in der Fachzeitschrift JAMA Oncology veröffentlicht wurde.

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