Gewalt und Krawalle in der Walpurgisnacht

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Krawalle bei Feiern zur Walpurgisnacht.

Berlin/Hamburg - Erneut haben Krawalle die Walpurgisnachtfeiern in Berlin überschattet. 48 Polizisten wurden zumeist leicht verletzt. 57 Randalierer wurden vorläufig festgenommen.

Randalierer bewarfen die Polizei in der Nacht zu Freitag mehrere Stunden lang mit Flaschen und Steinen, brannten fünf Autos ab und zündeten Mülltonnen an. Auch in Hamburg kam es nach einer Demonstration zu Ausschreitungen, bei denen vier Beamte verletzt wurden. Für die Abendstunden des Tags der Arbeit werden erneut Krawalle in Berlin befürchtet.

Seit 1987 kommt es hier rund um die Feierlichkeiten zum 1. Mai regelmäßig zu Gewaltausbrüchen. Wegen der Wirtschaftskrise haben die Polizeigewerkschaften und diverse Politiker diesmal vor einer besonderen Gewalteskalation und einem “Polizei-Notstand“ gewarnt.

Spontandemo zu Beginn

Ihren Anfang nahmen die Krawalle in Berlin am späten Donnerstagabend am Rande eine Spontandemonstration nach einem Straßenfest im Stadtteil Friedrichshain. Bei den Ausschreitungen wurde unter anderem eine Straßenbahnhaltestelle zerstört. Vorbeifahrende Autos und eine Straßenbahn wurden mit Flaschen und Steinen beworfen. Trotzdem sprach der Polizeisprecher von einer “im Vergleich zu früheren Jahren weitgehend friedlichen Nacht mit kleineren Zwischenfällen“.

Im Einsatz waren den Angaben zufolge in der Nacht zu Freitag 2.000 Beamte. Insgesamt sollten bei den Feiern zur Walpurgisnacht und dem 1. Mai mehr als 5.000 Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet Dienst leisten. An den großen Walpurgisnachtfeiern in Berlin nahmen nach Schätzung der Polizei knapp 6.000 Menschen teil.

Im Gegensatz zur Veranstaltung in Friedrichshain verliefen die Feiern im Mauerpark im Stadtteil Prenzlauer Berg und im Kreuzberger Viktoriapark nach Polizeiangaben friedlich. Die Anhänger der militanten linken Szene in Berlin halten die Polizei bereits seit Wochen in Atem.

In sogenannten Blitzaktionen errichteten sie Straßenbarrikaden und warfen Brandsätze auf Baustellen von Luxusappartements. Nahezu jede Nacht brannten Autos.

In Hamburg kam es am späten Donnerstagabend ebenfalls zu Ausschreitungen. Allerdings seien diese - auch wenn es Flaschen- und Steinwürfe gegeben habe - nicht mit denen des vergangenen Jahres vergleichbar, sagte eine Polizesprecherin. Insgesamt seien rund 800 Beamte im Einsatz gewesen. An der Demonstration hätten “mehrere hundert Personen“ teilgenommen.

AP

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