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Was die Risikofaktoren einer Lungenembolie sind

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Von: Yannick Hanke

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Eine Lungenembolie kann wie aus dem Nichts auftreten. Im schlimmsten Fall führt sie zum Herzkreislaufstillstand. Doch welche Risikofaktoren gibt es eigentlich?

Berlin – Sie ist eine seltene, aber sehr ernsthafte Komplikation einer Thrombose. Gemeint ist die Lungenembolie. Hierbei löst sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) von der Wand einer Vene, wird mit dem Blut fortgeschwemmt und verstopft ein oder mehrere Lungengefäße. Dadurch kann die Lunge schlechter Sauerstoff aufnehmen. Die Lungenembolie stellt also eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit dar. Um möglicherweise präventiv dagegen vorzugehen, stellt sich folgende Frage: Was sind eigentlich die Risikofaktoren einer Lungenembolie?

Das sind die Risikofaktoren einer Lungenembolie

Grundsätzlich gilt: Risikofaktoren für eine Venenthrombose erhöhen auch das Risiko für eine Lungenembolie. Besonders hoch fällt das Risiko aus, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind dabei:

Diese Faktoren erhöhen das Risiko für eine Lungenembolie leicht

Doch gibt es auch noch weitere Risikofaktoren. Für sich allein genommen erhöhen diese Faktoren das Risiko für eine Lungenembolie nur leicht. Hierzu zählen unter anderem:

Risiko für eine Lungenembolie steigt im Laufe des Lebens – Männer häufiger betroffen als Frauen

Allgemein steigt das Risiko für eine Lungenembolie im Laufe des Lebens. Wie es vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) heißt, würde im Alter zwischen 40 und 50 Jahren pro Jahr etwa einer von 1.000 Menschen daran erkranken. Ab 80 Jahren seien es dann bereits 10 von 1.000 Menschen.

Links: Eine Patientin mit Thrombosestrümpfen auf dem Bett im Krankenhaus. Rechts: Eine Frau raucht am 23.03.2011 eine Zigarette in Düsseldorf.
Unterschiedliche Risikofaktoren können zu einer Lungenembolie führen. Dazu zählen auch eine frühere Thrombose sowie Lungenkrebs. © Julian Stratenschulte/dpa/imago/Montage

Dabei sind Männer insgesamt häufiger von einer Lungenembolie betroffen als Frauen. Doch bekommen Frauen unter 45 und ab 80 Jahren öfter eine Lungenembolie als Männer in diesem Alter. Durch hormonelle Verhütungsmittel und während einer Schwangerschaft haben jüngere Frauen ein etwas höheres Risiko für eine Lungenembolie.

Die Symptome einer Lungenembolie ähneln oft denen anderer Krankheiten

Laut der Deutschen Lungenstiftung gehören zu den häufigsten Beschwerden einer Lungenembolie:

„Als Laie kann man nichts machen“: Was dennoch bei Symptomen einer Lungenembolie zu tun ist

Kann denn aber, wie eingangs formuliert, vorbeugend oder auch im Fall einer Lungenembolie etwas getan werden? „Als Laie kann man im Grunde nichts machen, man kann aber auch nichts schlimmer machen. Denn das einzige, was hilft, ist eine Blutverdünnung“, so Gunther Wiest, Chefarzt der Klinik für Pneumologie am Asklepios Klinikum Hamburg, im Gespräch mit der Kreiszeitung von IPPEN MEDIA. „Und die kann der Passant auf der Straße nun einmal nicht machen“, ergänzt er.

Vielmehr wird dazu geraten, dass Menschen mit den typischen Beschwerden respektive Symptome einer Lungenembolie schnell den Arzt oder die Notaufnahme aufsuchen. Bei einem akuten Herzkreislaufstillstand sollte man möglichst versuchen, den Patienten zu reanimieren. Und das kann in Erste-Hilfe-Kursen erlernt werden.

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