Klimahaus thematisiert Tsunami auf Samoa

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Die seit dreißig Jahren in Deutschland lebende Kaisarina Pettit aus Samoa erzählt während der Eröffnung der Sonderausstellung "Samoa und Tsunami" im Klimahaus acht Grad Ost von der Zerstörungskraft des Tsunamis am 29.09.2009 auf der Südseeinsel Samoa und dem anhaltenden Leid der Opfer.

Bremerhaven - Der Tsunami auf Samoa und seine Folgen stehen seit Freitag im Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Klimahaus in Bremerhaven.

Mehr zur Sonderausstellung unter:

klimahaus-bremerhaven.de

Ende September löste ein Seebeben riesige Flutwellen aus, die weite Teile des Inselstaats verwüsteten und mehr als 150 Menschen töteten. “Viele Menschen werden noch vermisst“, sagte Klimahaus-Geschäftsführer Arne Dunker. Anhand von Fotos zeigt die Schau die Ausmaße der Zerstörung auf der Hauptinsel Upolu, die die Naturkatastrophe besonders stark traf. Informationstafeln erklären zudem die Entstehung von Seebeben und geben einen Einblick in die Kultur und den Alltag auf Samoa.

Bilder vom Tsunami im Südpazifik

Tsunami im Südpazifik

Obwohl oft Naturgewalten wie Erdbeben, Vulkanausbrüche und heftige Wirbelstürme die Inselgruppe im Südpazifik heimsuchen, traf der Tsunami die Menschen unvorbereitet, wie die von Samoa stammende Kaisarina Pettit erzählte. “Kleine Beben erleben wir regelmäßig. Aber die Gefahr eines Tsunamis war bis letzte Woche nicht so präsent“, sagte sie. Seit mehr als 30 Jahren lebt Pettit in Deutschland, ihre Familie ist aber immer noch auf Samoa. Für die Ausstellung beauftragte sie einen Freund, die Verwüstungen im Südosten von Upolu zu fotografieren. Die Bilder zeigen eingestürzte Häuser, weggespülte Strände und verzweifelte Menschen, die auf Hilfe warten.

“Die Nachricht vom Tsunami im Südpazifik hat uns wie ein Schock getroffen“, sagte Dunker. In dem Ende Juni eröffneten Erlebnis-Museum können Besucher die Klimazonen entlang des 8. Längengrads nachempfinden und auch ein nachgebildetes Dorf auf Samoa bereisen. In kurzen Filmen erleben sie den Alltag einer samoanischen Familie, die Mitarbeiter des Klimahauses über längere Zeit mit der Kamera begleiteten. “Mit ihnen fühlen wir uns sehr verbunden. Wir waren froh, als wir erfahren haben, dass sie wohlauf sind“, sagte der wissenschaftliche Ausstellungsleiter Michael Liebert. Die Schau “Samoa und der Tsunami“ ist noch bis Ende Oktober zu sehen.

dpa

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