Motto „Soviel du brauchst“

Kirchentag: 130.000 beim Schluss-Gottesdienst

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Strahlender Abschluss des 34. Evangelischen Kirchentags 

Hamburg - Stimmungsvoller Abschluss des 34. Evangelischen Kirchentages: 130.000 Gläubige feiern und beten in Hamburg noch einmal zusammen. Die Sonne lacht über dem weißen Kreuz.

Protestantische Geistliche, Vertreter anderer Religionen sowie 3000 Musiker und Sänger gestalteten die Feier auf einer großen Bühne, neben der ein großes weißes Kreuz stand. Zu den Mitwirkenden gehörten auch rund 100 Pfarrer, die an 100 Tischen im Hamburger Stadtpark das Abendmahl austeilten. Der Gottesdienst wurde auf Großbildleinwänden übertragen.

Auf dem Kirchentag unter dem Motto „Soviel du brauchst“ hatten rund 120.000 Dauerteilnehmer sowie Zehntausende weitere Gäste seit Mittwoch über globale Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und verantwortungsvolles Wirtschaften diskutiert. Sie behandelten aber auch theologische Themen, beteten und feierten zusammen. „Wir haben einen herrlichen Kirchentag erlebt. Fröhlich, fest, kontrovers“, sagte Kirchentagspräsident Gerhard Robbers. „Der christliche Glaube ist ein starker Glaube, fest und zuversichtlich.“

34. Kirchentag: Impressionen vom Abschluss-Gottesdienst

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Robbers verwies - passend zum orthodoxen Osterfest am Sonntag - auf die Signale des Kirchentages für die Ökumene und den Dialog zwischen den Religionen. An dem protestantischen Laientreffen hatten sich auch katholische, orthodoxe, jüdische und muslimische Gemeinden in unterschiedlicher Form beteiligt. „Das zeigt: Das Zusammenleben von Religionen und Kulturen kann gelingen. Wir können zusammen“, sagte Robbers, der Gewalt und Kriegen im Namen des Glaubens eine Absage erteilte.

Der Landesbischof der gastgebenden Nordkirche, Gerhard Ulrich, sagte, das Christentreffen habe auch dem Zusammenwachsen zwischen Ost und West gedient. Die Nordkirche war erst 2012 durch die Fusion dreier Landeskirchen entstanden und reicht jetzt von Flensburg in Schleswig-Holstein bis Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Familie Braun aus Oldenburg hat bei dem großen Treffen der protestantischen Laien neue Kraft für ihren Glauben geschöpft. „In unserer Kirchengemeinde sind wir eher wenige, und es ist schön, hier mit so vielen seinen Glauben zu feiern“, sagt Mutter Claudia (43). Die 15-jährige Tochter Annika ergänzt: „Wir haben viele interessante Themen angesprochen. Zum Beispiel werde ich mir genau überlegen, was ich in Zukunft einkaufen werde, vor allem Bio und Fair-Trade.“

Der Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, lud die Menschen zum 99. Katholikentag vom 28. Mai bis 1. Juni 2014 in die bayerische Stadt ein. Der nächste Evangelische Kirchentag findet im Juni 2015 in Stuttgart statt.

dpa

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