Kein Impfstoff: Babys bei Schweingrippe besonders gefährdet

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Da eine vorbeugende Influenza-Impfung frühestens im November wirksam sein könne, fordern Ärzte Eltern zu vermehrter Vorsicht auf.

Köln - Bei einer weiteren Verbreitung der Schweinegrippe sind Säuglinge und Kleinkinder nach Einschätzung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte besonders gefährdet.

Die Grippemittel Relenza und Tamiflu seien für Säuglinge im ersten Lebensjahr nicht zugelassen, erklärte der Verband am Montag . Und die für Kleinkinder geeignete Saftform von Tamiflu sei nach Angaben des Herstellers bis November oder Dezember nicht mehr lieferbar. “Damit haben wir bei einem Übergreifen der neuen Grippe auf besonders gefährdete Säuglinge und Kleinkinder in den nächsten Wochen so gut wie keine einigermaßen wirksamen Behandlungsmöglichkeiten“, erklärte Verbandspräsident Wolfram Hartmann.

Da eine vorbeugende Influenza-Impfung frühestens im November wirksam sein könne, fordern die Kinder- und Jugendärzte Eltern auf, bei weiter steigenden Krankenzahlen Menschenansammlungen mit Kleinkindern zu meiden. Bei Grippesymptomen sollten sie außerdem einen Mundschutz tragen und auf sorgfältige Hygiene achten. Aus Mexiko ist dem Verband zufolge bekannt, dass besonders Säuglinge und Kleinkinder mit Risikofaktoren wie Untergewicht, Lungen- und Herzerkrankungen oder angeborenen Stoffwechselstörungen unter schweren Verläufe der Krankheit leiden.

ap

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