Nach Übergriffen von Köln

Karneval-Hochburgen Mainz und Venedig rüsten auf

Mainz - Nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln hat die Mainzer Polizei ein Konzept für mehr Sicherheit beim Rosenmontagszug vorgestellt. Auch Venedig erhöht entsprechende Vorkehrungen.

Demnach sollen mehrere Stationen entlang der Zugstrecke und in der Innenstadt mit jeweils zwei Polizisten als Anlaufstellen dienen, wie die Polizei am Donnerstag in Mainz mitteilte. An die Beamten könnten sich hilfesuchende Frauen wenden - zusätzlich zu den Polizisten, Ordnern, Security-Mitarbeitern und Rettungskräften, die ohnehin unterwegs seien. Zudem sollen Rückzugsräume in öffentlichen Gebäuden rund um die Zugstrecke geschaffen werden, in denen sich ebenfalls Polizisten aufhalten.

Hilfsbedürftige Menschen sollten schnell und unkompliziert Unterstützung finden, sagte der Inspekteur der rheinland-pfälzischen Polizei, Jürgen Schmitt. „Wir wollen erreichen, dass Frauen sich an Rosenmontag bei uns sicher fühlen.“ Auf das Konzept hatten sich Polizei, Innenministerium, Feuerwehr, Stadtverwaltung und der Sicherheitsdienst des Mainzer Carneval-Vereins (MCV) geeinigt. Wie viele und welche öffentlichen Gebäude als Rückzugsräume genutzt würden, sei noch nicht klar, sagte ein Polizeisprecher. Zum Rosenmontagszug am 8. Februar werden Hunderttausende Zuschauer in Mainz erwartet.

Erhöhte Sicherheit zum Karneval in Venedig

„Im internationalen Kontext könnte auch Venedig ein Ziel möglicher terroristischer Attacken sein“, sagte ein Sprecher der zuständigen Präfektur am Donnerstag. Deshalb seien mehr Sicherheitsbeamte als üblich im Einsatz, auch die Zugangkontrollen würden verschärft. Die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Großstädten hätten bei der Entscheidung eine Rolle gespielt.

Der weltberühmte Karneval von Venedig beginnt am kommenden Wochenende und dauert bis zum 9. Februar. Zu dem Spektakel strömen jedes Jahr Hunderttausende Besucher aus aller Welt in die Stadt. Die Präfektur hatte nach einem Treffen mit Vertretern der Sicherheitskräfte, der Stadt und anderen Beteiligten entschieden, die Maßnahmen für die Sicherheit der Besucher dieses Jahr zu verstärken. So soll unter anderem auch der Zugang zum Markusplatz im Zentrum der Stadt über insgesamt fünf Eingänge streng reglementiert und kontrolliert werden.

dpa

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