Kardinal Meisner: Online-Beichte geht nicht

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Beichten im Internet ist nach Meinung von Kardinal Meisner unmöglich. Der Sünder müsse seinem Geistlichen gegenüberstehen.

Köln - Eine Online-Beichte wird es nach Ansicht des Kölner Kardinals Joachim Meisner (76) nicht so schnell geben. Der Sünder müsse seinem Geistlichen persönlich gegenüberstehen, sagt der Kardinal.

Es werde bisweilen diskutiert, ob Gläubige die Beichte auch per Internet ablegen könnten, sagte Meisner am Freitag bei einem Medienempfang. Aber: “Damit es keine Irritationen gibt: Das kann man nicht. Das muss von Angesicht zu Angesicht sein.“

Jedoch müsse die Kirche das Internet stärker nutzen, sagte Meisner. “So wie die Apostel mit den Mitteln ihrer Zeit gleichsam die ersten Reporter waren, so stellt sich uns heute die Aufgabe, die neuen Technologien als Instrumente der Verkündigung anzusehen und zu nutzen.“ Sieben von zehn Menschen nutzten das Internet, viele seien auf der Suche nach Orientierung. Papst Benedikt XVI. habe auf die Möglichkeiten einer Seelsorge in der digitalen Welt hingewiesen.

Christen sollten sich am digitalen Meinungsaustausch beteiligen, betonte Meisner. Sie sollten dort “Farbe bekennen“. Vor allem die Priester müssen nach Worten des Erzbischofs in den Netzwerken sichtbar sein. Es sei eine große Herausforderung, Sinn suchenden Menschen im Internet “eine Heimat und das Wort Gottes zu vermitteln“.

dpa

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