Kahle Stelle nach Friseurbesuch: Kundin geht vor Gericht

Coburg - Sie hat die Haare nicht mehr schön, und der Friseur ist Schuld. Seit einer Haarblondierung hat eine Kundin eine kahle Stelle am Kopf. Jetzt ging der Fall vor Gericht.

Wegen einer nach einer Haarblondierung dauerhaft kahle Stelle am Kopf hat eine Friseurkundin vom Landgericht Coburg 5000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen bekommen. Die Frau hatte beim Färben eine Verätzung am Hinterkopf erlitten und die verhindert, dass auf einer etwa fünf mal fünf Zentimeter großen Stelle jemals wieder Haare wachsen. Sie forderte - unter anderem auch wegen angeblich verminderter Heiratschancen - 20 000 Euro Schmerzensgeld von der Friseurin und deren Chefin. Die Versicherung der Beklagten hielt jedoch 5000 Euro für ausreichend.

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Die Frau habe starke Schmerzen erlitten, urteilte das Gericht laut einer Mitteilung vom Freitag. Die von der Gegenseite vorgeschlagene Haarimplantation müsse das Opfer wegen der Risiken nicht eingehen. Allerdings sei die betroffene Stelle derart verdeckt, dass die Frau dennoch nicht entstellt sei. Und auch die angeblich verminderten Heiratschancen erachtete das Gericht als “äußerst fernliegend“. Das Urteil ist rechtskräftig

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