Jäger knallt Wolf ab: Jetzt droht Strafe

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Der Jäger hat am Samstagabend einen Wolfsrüden erschossen.

Magdeburg  - Ein Jäger hat in Sachsen-Anhalt einen Wolf erschossen und damit gegen ein Verbot verstoßen.

Wie das Umweltministerium in Magdeburg am Montag mitteilte, handelt es sich wahrscheinlich um eines der beiden Tiere, die sich seit Mitte 2008 auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow aufhielten. Von ihnen erhofften sich Fachleute in diesem Jahr den ersten Wolfsnachwuchs im Land Sachsen-Anhalt.

Der namentlich bekannte Jäger muss sich nun strafrechtlich verantworten. Er hatte den Wolfsrüden am Samstagabend bei einer Ansitzjagd im Raum Tucheim im Jerichower Land erlegt. Umweltministerin Petra Wernicke verurteilte den Abschuss. Sie sagte: “Der Schütze hat erstens dem Naturschutz und zweitens der Jägerschaft enorm geschadet. Der Umgang mit streng geschützten Arten ist jagdliches Grundwissen. Dies zu ignorieren, ist unentschuldbar.“

Wölfe sind nach europäischem Naturschutzrecht streng geschützt. Eine vorsätzliche oder fahrlässige Tötung kann nach Bundesnaturschutzgesetz als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Bei vorsätzlicher Tötung eines streng geschützten Tieres kann eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, bei Fahrlässigkeit bis zu sechs Monaten ausgesprochen werden.

AP

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