1. Startseite
  2. Deutschland

Omikron BA.5: Symptome, Inkubationszeit und Verlauf der Corona-Variante

Erstellt:

Von: Yannick Hanke

Kommentare

Der Omikron-Subtyp BA.5 breitet sich weiter aus. Doch welche neuen und bekannten Symptome deuten auf eine Infektion mit der Corona-Variante hin?

Berlin – Kaum noch Corona-Regeln, dafür peu à peu wieder hohe Inzidenzen und Infektionszahlen – schuld ist Omikron BA.5. Die Corona-Variante ist für einen Großteil der Infektionen in Deutschland verantwortlich, wöchentlich muss das Robert Koch-Institut (RKI) darüber berichten. Zwangsläufig stellt sich die Frage, wie eine Infektion mit Omikron BA.5, auch bei bereits Genesenen, überhaupt bemerkt werden kann. Welche Symptome deuten auf eine Infektion mit Omikron BA.5 hin?

Omikron BA.5: Welche Symptome auf eine Infektion mit der Corona-Variante hindeuten

Vorneweg: Nicht jeder, der sich mit Omikron BA.5 infiziert, muss auch schwere Symptome oder gesundheitliche Beschwerden haben. Bei einem milden Verlauf hält sich die gesundheitliche Beeinträchtigung in Grenzen, Symptome müssen bei der Corona-Variante Omikron BA.5 nicht allzu stark ausgeprägt sein. Und doch empfiehlt es sich natürlich, sich aus Schutz gegenüber anderen, vor allem vulnerablen Gruppen in Isolation zu begeben.

Im kleinen Bild putzt sich eine junge Frau die Nase. Im großen Bild wird ein positiver Corona-Schnelltest in die Kamera gehalten.
Omikron BA.5 breitet sich in Deutschland aus. Doch welche Symptome deuten auf eine Infektion mit der Corona-Variante hin? © Friso Gentsch/dpa/imago

Dies macht umso mehr Sinn, wenn sich eine Infektion mit Omikron BA.5 tatsächlich in starken, den Körper belastenden und die Konstitution beeinträchtigenden Symptomen äußert. Eine Infektion mit der Omikron-Subvariante BA.5 kann im schlimmsten Fall auch zu Long Covid führen, dann halten die Symptome langfristig an, wie es bereits mehrfach aus Kreisen der Wissenschaft hieß. Zudem ist noch nicht bekannt, wie schwer die neu entdeckte Omikron-Variante BA.2.75 die Gesundheit belasten kann.

Omikron BA.4 und BA.5: Die häufigsten Symptome bei einer Infektion mit der Corona-Variante

Grundsätzlich gilt: Die Omikron-Variante im Allgemeinen zeigt mildere Symptome, als es noch bei der Delta-Variante der Fall gewesen ist. Bei einer Infektion mit Omikron kommt es zu weniger Anosmie (weniger Geruchsverlust), weniger Aguusie (weniger Geschmacksverlust) sowie generell weniger schweren Erkrankungen. Die französische Gesundheitsbehörde listet folgende Symptome als die häufigsten klinischen Anzeichen auf, die auf eine Infektion mit Omikron BA.4. und BA.5. hindeuten können:

Omikron BA.5: Symptome der Corona-Variante

Omikron BA.5: Symptome treten nach einer bestimmten Inkubationszeit der Corona-Variante auf

Neu bei den Omikron-Subvarianten, zu denen auch BA.4 und BA.5 zählen, ist, dass sie „einem klassischen Virussymptom“ ähneln. Darauf verweist Christian Prudhomme, Notarzt und Vertreter des Verbands der Notärzte Frankreichs, gegenüber „actu.fr“. Sowohl Omikron BA.4 als auch Omikron BA.5 können sich durch folgende Symptome, die nach einer möglichen Inkubationszeit von bis zu einer Woche auftreten, bemerkbar machen:

Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen.

Angélique Coetzee, Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, gegenüber der BBC

Halsschmerzen, Ohrenschmerzen wie bei einer Mittelohrentzündung, leichter Husten oder mitunter auch durch Fieber. Zuweilen klagen einige Infizierte auch über eine leichte Übelkeit als mögliches Omikron BA.5-Symptom, was von der Wissenschaft aber nicht zwangsläufig bestätigt ist.

Omikron BA.4 und BA.5: Infizierte leiden im Schnitt bis zu zwei Tage unter den Symptomen

Im Schnitt würden die Betroffenen nach einer Infektion mit Omikron BA.4 oder BA.5 24 bis 48 Stunden lang unter den genannten Symptomen leiden. Laut dem ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) gebe es jedoch keine Hinweise darauf, dass sich der Schweregrad bei Fällen von Omikron BA.4 oder BA.5 im Vergleich zu anderen Omikron-Subvarianten verändert hat.

Omikron BA.5: Neue Symptome – Infizierte mit der Corona-Variante berichten von weiteren Anzeichen

Das Online-Magazin Fitbook berichtete unlängst von neuen Symptomen bei Omikron BA.5, die nach einer Infektion mit der Corona-Variante bei Betroffenen auftraten. Neben der bereits erwähnten Müdigkeit, die aber in besonders starkem Maße ebenso auftrat wie Abgeschlagenheit, gehörte zudem verstärkt Nachtschweiß bei Covid-19-Infizierten mit Corona-Variante zu den neuen Omikron BA.5 Symptomen.

Besonders in den Vordergrund rückte bei der Viruserkrankung mit Omikron BA.5 allerdings ein Symptom, welches bisher nur eine untergeordnete Rolle gespielt hatte oder vielmehr gar keine Beachtung gefunden hatte. Nach den ausgewerteten Daten einer englischen Smartphone-App sprachen Betroffene von sehr intensiven, lebendigen Träumen, die sich während ihrer Corona-Infektion einstellten. Dabei kam es häufig zu Albträumen und einigen Fällen sogar zu „Klarträumen“, die sich auch häufig als Lucid Dreaming bezeichnet werden.

Bei Lucid Dreaming ist sich die träumende Person bewusst, dass sie sich gerade in einem Traum befindet, weshalb diese in der Lage ist, den Traum eigenständig zu steuern. Gesichert mit Daten ist diese Aussage allerdings noch nicht, ob Klarträume ein neues Symptom von Omikron BA.5 sein könnten oder Lucid Dreaming sowie intensive Träume und Albträume neue Anzeichen für eine Infektion mit der Corona-Variante sind.

Omikron BA.5: Corona-Variante verbreitet sich schneller als Sublinie BA.2.2

„Die Subvariante Omikron BA.5 ist noch übertragbarer und verbreitet sich noch schneller als die frühere Sublinie BA2.2, und sie hat eine noch stärkere Fähigkeit, Impfstoffen zu entkommen“, zitierte die Nachrichtenseite Cnwest.com den Infektiologen Zhang Yi vom Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention der chinesischen Provinz Shaanxi. Da Omikron BA.5 in China gelandet ist und dort bis zu 100 Millionen Menschen mit einer Infektion gefährden könnte.

Indes wird das erneute Tragen von medizinischen Schutzmasken in Innenräumen gefordert. Vor allem mit Blick auf Omikron BA.5 und den damit verbundenen Symptomen bringen Experten vielerorts die FFP2-Maske oder medizinischen Mund-Nasen-Schutz wieder ins Spiel. Während die Maskenpflicht in einigen beliebten Urlaubsländern zusammen mit der 3G-Regel bereits wieder Einzug gehalten hat, warnte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bereits von einem „schweren Corona-Herbst“, Bundeskanzler Olaf Scholz (beide SPD) pflichtete ihm bei, während Omikron BA.5 seinen Weg nach China gefunden hat und 100 Millionen Menschen gefährdet.

Auch interessant

Kommentare