Tür abgerissen: ICE müssen langsamer fahren

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Die losgelöste ICE-Tür beschädigte eine Scheibe am Bistrowagen eines entgegenkommenden Zuges.

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bahn zieht eine erste Konsequenz aus dem ICE-Unfall vom Wochenende: Weil ein Zug eine Tür verloren hatte, müssen ICE in Tunneln vorerst langsamer fahren.

Nach dem Unfall mit einer verlorenen Zugtür auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und Frankfurt am Wochenende lässt die Deutsche Bahn ICE-Züge in Tunneln langsamer fahren. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die bis zur Aufklärung des Unfalles gelten solle, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag in Berlin.

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Betroffen sind laut Unternehmen Züge zwischen Frankfurt und Köln sowie Ingolstadt und Nürnberg, wo die Höchstgeschwindigkeit in Tunneln jeweils von 300 auf 250 Stundenkilometer herabgesetzt wurde. Auf anderen Hochgeschwindigkeitsstrecken wie zwischen Würzburg und Hannover oder Mannheim und Stuttgart gilt ein Tempolimit von 220 Stundenkilometern in Tunneln.

Normalerweise sind dort Züge mit 250 Sachen unterwegs. Am Wochenende hatte ein ICE der dritten Baureihe eine Außentür auf der Fahrt von Amsterdam nach Basel verloren. Diese schlug ins Bistro eines entgegenkommenden ICE von München nach Dortmund auf, wobei sechs Fahrgäste leicht verletzt wurden. Die Strecke wurde daraufhin für zehn Stunden gesperrt.

Trotz des Unfalls dürfen alle Züge auf der Schnellstrecke zwischen Frankfurt und Köln weiterfahren. Das Eisenbahn-Bundesamt zerstreute Befürchtungen, der Unfall könnte zu einer Rückrufaktion für alle ICE 3 führen. Nur dieser Typ verkehrt auf der Schnellstrecke Köln-Rhein-Main.

dapd

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