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Homeoffice-Pauschale verlängert: Wie Arbeitnehmer an den Bonus kommen

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Von: Bona Hyun

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Homeoffice-Pauschale sollen dauerhaft etabliert werden. Das forderten Sachverständige in einer Anhörung des Deutschen Bundestags. Was das konkret bedeutet.

Update vom 19. Mai 2022: Homeoffice-Pauschale verlängert. Zur Abfederung der Corona-Folgen hat der Bundestag am Donnerstag, 19. Mai 2022, mehrere Steuer-Erleichterungen für Bürger und Wirtschaft in Deutschland beschlossen. Damit wurden eben die Homeoffice-Pauschale und zudem die Abgabefristen für die Steuererklärung verlängert. Der Corona-Bonus für Beschäftigte in der Pflege, in Krankenhäusern und Praxen bleiben bis 4.500 Euro steuerfrei. Unternehmen erhalten bessere Möglichkeiten, für die Abschreibung und Verrechnung von Verlusten mit Gewinnen der Vorjahre.

Homeoffice-Pauschale verlängert: Bundestag beschließt Corona-Steuerhilfen für Bürger und Wirtschaft

Abseits der verlängerten Homeoffice-Pauschale und der Corona-Boni, können Bürgerinnen und Bürger, die sich bei der Steuererklärung von einem Steuerberater Unterstützung holen, müssen die Steuererklärung für 2021 nun erst im August 2023 einreichen. Wer die Steuererklärung selbst macht, erhält einen Zeitaufschub bis Ende Oktober. Der Bund erwartet durch die Hilfen in diesem Jahr Steuerausfälle von 235 Millionen Euro. Bis 2026 sollen sie sich auf mehr als elf Milliarden summieren. Dem Gesetz stimmte im Bundestag nicht nur die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP zu, sondern auch die oppositionelle Union. Linke und AfD enthielten sich hingegen.

Homoffice-Pauschale: Forderung nach Dauerhaftigkeit – Was das für Arbeitnehmer bedeutet

Erstmeldung vom 14. Mai 2022: Berlin – Wer im Homeoffice arbeitet, kann die Arbeitstage zählen und auch in diesem Jahr in der Steuererklärung angeben. Das Kabinett hatte Steuerhilfen wie Homeoffice und Super-Abschreibungen beschlossen und die Homeoffice-Pauschale vorerst bis Dezember 2022 verlängert. Laut einer Pressemitteilung des Deutschen Bundestags steht die Überlegung im Raum, die Homeoffice-Pauschale dauerhaft zu etablieren. Dazu forderten viele Gewerkschaften in einer öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses am Montag. Für sie sei nicht nachvollziehbar, warum die Homeoffice-Pauschale befristet verlängert werden sollen.

Wie hoch ist die Homeoffice-Pauschale? Maximal auf 600 Euro pro Jahr begrenzt

Mit den Homeoffice-Pauschalen dürfen Verbraucher 5 Euro pro Arbeitstag von der Steuer absetzen. Die Pauschale sind auf 600 Euro im Jahr begrenzt, welches 120 Arbeitstagen entspricht. Bei über 120 Arbeitstagen im Homeoffice dürfen die Angestellten nicht mehr als 600 Euro jährlich absetzen. Auch für die Auszahlung des Entlastungspakets 2022 gibt es Beschränkungen, da Rentner von den steuerpflichtigen Energiepauschalen ausgenommen sind.

Ein Arbeitnehmer sitzt im Homeoffice am Schreibtisch
Was bedeutet eine dauerhafte Etablierung der Homeoffice-Pauschale? Gewerkschaften sprachen sich dafür in einer Sitzung des Deutschen Bundestag aus. (Symbolbild) © Fabian Strauch/dpa

Homeoffice-Pauschale zählen zu Werbekosten – was kann ich zusätzlich absetzen?

Die erzhielte Summe der Homeoffice-Pauschale zählen zu den Werbekosten, die das Finanzamt automatisch abzieht. Mit ein in die Werbekosten fließen dem SWR zufolge Anschaffungen wie Schreibtisch, Drucker, Bürostuhl oder Laptop – sofern der Arbeitgeber die Kosten nicht übernimmt. Zusätzlich können Telefonkosten steuerlich abgesetzt werden. Falls der Betrag von 20 Prozent der Monatsrechnung überschritten wird, muss ein detailliertes Protokoll der Telefonate dem Finanzamt zugeschickt werden. Arbeitnehmer sollten deshalb weiterhin Belege für sonstige Kosten im Zusammenhang mit dem Job aufbewahren.

Homeoffice-Pauschale: Wo trägt man sie bei der Steuererklärung ein?

Für die Homeoffice-Pauschale wurden die Steuerformulare 2021 angepasst. Die Homeoffice-Pauschale können dieses Jahr in der Anlage N der Steuererklärung in Zeile 45 unter „Homeoffice-Pauschale“ eingetragen werden. Arbeitnehmer tragen in der Zeile die Anzahl der Tage ein, die sie ausschließlich von zu Hause aus gearbeitet haben. Sind Sie an Tagen doch noch ins Büro gefahren, dürfen Sie lediglich in der Steuererklärung die Pendlerpauschale von 30 Cent ansetzen. Für die Steuererklärung der Grundsteuer 2022 müssen Eigentümer folgendes beachten.

Bescheinigung der Homeoffice-Pauschale: Wie müssen Homeoffice-Pauschale nachgewiesen werden?

Um die Homeoffice-Pauschale zu erhalten, muss der Arbeitnehmer in der Steuererklärung einen glaubhaften Nachweis der Heimarbeitstage einreichen. Formvorschriften gibt es nicht, eine einfache Aufzeichnung würde reichen. Außerdem empfiehlt es sich der Deutschen Handwerks Zeitung zufolge zu dokumentieren, welche beruflichen bzw. betrieblichen Arbeiten am Wochenende oder an Feiertagen im Homeoffice erledigt wurden.

Eine Bescheinigung des Arbeitgebers ist nicht erforderlich, sofern die Aufstellung der Homeoffice-Tage dem Finanzamt plausibel erscheint.

Falls Homeoffice-Pauschale dauerhaft etabliert werden: Wer profitiert davon?

Die Homeoffice-Pauschale gilt für alle Berufstätigen, auch Selbständige und jeder Ehepartner einzeln würde davon profitieren. Das gilt für alle Arbeitnehmer, die zu Hause arbeiten und über kein eigenes Arbeitszimmer verfügen. Hingegen werden nur die Falschen von den 300 Euro Energiepauschalen profitieren. Steuerlich entlastet werden nur die Arbeitnehmer, die mit der Homeoffice-Pauschalen und den Werbekosten auf über 1000 Euro kommen. In einem Beitrag auf Capital.de heißt es, dass alle Arbeitnehmer leer ausgehen, die vor der Pandemie zum Arbeitsplatz pendelten, ab April 2020 jedoch durchgängig zu Hause blieben.

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