Hochwasser 2013

So viel Regen überflutete Deutschland

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Ein Haus wurde nahe Deggendorf (Bayern) nach einem Dammbruch von den Fluten eingekesselt.

Offenbach - Beim Juni-Hochwasser 2013 im Osten und Süden Deutschlands ist viel mehr Regen gefallen als beim Elbe-Hochwasser 2002. Die Zahlen sind unvorstellbar.

In der Woche vom 26. Mai bis zum 2. Juni seien über Deutschland 22,8 Billionen Liter Regen niedergegangen, rund drei Billionen Liter mehr als in der Flut-Woche vom August 2002, berichtete Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag. Dabei gab es erhebliche regionale Unterschiede.

Vorher-Nachher-Bilder: Deutschland unter Wasser

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Bundesweit weist die DWD-Monatsstatistik 98 Liter Regen pro Quadratmeter aus, normal sind 85 Liter pro Quadratmeter. Sachsen-Anhalt, eines der am schwersten vom Hochwasser betroffenen Bundesländer, bekam von oben nur wenig ab, musste aber die übervolle Elbe verkraften. Nach der DWD-Bilanz fielen in Sachsen-Anhalt nur 50 Liter Regen pro Quadratmeter, das ist sogar weniger als der langjährige Juni-Durchschnitt von 63 Litern pro Quadratmeter.

In Sachsen fiel mehr als das Doppelte des für den Juni üblichen Regens: 190 Liter gingen auf jeden Quadratmeter nieder, damit war Sachsen das nasseste Bundesland. Auf Platz zwei folgt Bayern mit 150 Litern pro Quadratmeter, 38 Liter mehr als normal. An manchen Orten kamen noch erheblich größere Regenmengen zusammen: In Aschau-Stein im Chiemgau prasselten in nur zwei Tagen am 2. und 3. Juni 275 Liter pro Quadratmeter herunter.

Kurz aber heftig war die Hitzewelle danach. Saharaluft trieb die Temperaturen zwischen dem 17. und 20. Juni vielerorts auf über 35 Grad. Am heißesten war es bei Würzburg - in Kitzingen wurden am 19. Juni 37,1 Grad gemessen. Eine Woche später waren die Temperaturen im ganzen Land um 20 Grad abgestürzt, so dass in der Monatsbilanz nur ein kleines Plus von 0,4 Grad gegenüber dem langjährigen Juni-Wert herauskommt.

dpa

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