H&M-Geiselgangster auf freiem Fuß

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Der 41-jährige Angeklagte steht am 30.11.2010 im Landgericht Leipzig in Handschellen im Verhandlungssal. Gegen den Angeklagten hatte am gleichen Tag der Prozess wegen der Geiselnahme in einer H&M-Filiale im Juni 2010 begonnen.

Leipzig - Elf Menschen hatte er als Geiseln genommen. Mehr als drei Stunden lang hielt er seine Opfer mit einer scharfen Waffe in seiner Gewalt. Doch der 41-Jährige wird für die Geiselnahme in einer Leipziger H&M-Filiale nicht bestraft.

Der Mann sei bei der Tat im Juni 2010 wegen einer wahnhaften Psychose nicht schuldfähig gewesen, urteilte das Landgericht Leipzig am Donnerstag. Die Richter entschieden sich auch gegen eine dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie.

Zwar wurde die Unterbringung im Maßregelvollzug angeordnet - allerdings ausgesetzt zur Bewährung. Damit verließ der 41-Jährige das Gericht als freier Mann. In Zukunft muss er sich regelmäßig bei Ärzten melden. Bei der Geiselnahme war niemand verletzt worden.

dpa

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