Heime für kriminelle Kinder gefordert

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Kinder als Drogendealer. Die Polizei ist machtlos. Geschlossene Heime scheinen manchen Politikern eine Lösung.

Berlin - Wiederholt wurden in Berlin Kinder - darunter Elfjährige - als Drogenverkäufer gefasst, nun mehren sich Forderungen nach geschlossenen Heimen für Dealer im Teenager-Alter.

Für solche Einrichtungen plädiert etwa die Deutsche Polizeigewerkschaft. “Diese Kinder muss man aus ihren Familien nehmen und versuchen, sie zu sozialisieren“, sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt am Dienstag dem Radiosender 104,6 RTL. Berlin unterhält bisher nur offene Betreuungseinrichtungen für kriminelle Kinder. Bis sie 14 Jahre alt sind, gelten Kinder und Jugendliche in Deutschland als strafunmündig. Die Polizei muss sie nach Festnahmen wieder laufenlassen, Gerichte können sie nicht bestrafen.

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Vertreter von Polizei und Parteien beklagen, dass Ordnungshüter, Justiz und Behörden bei der Bekämpfung dieses Problems derzeit weitgehend machtlos sind. Ein Elfjähriger in Berlin sei bereits elf Mal als Drogendealer erwischt worden, sagte der Leiter des Rauschgiftdezernats beim Landeskriminalamt, Harald Chybiak, am Montagabend in der rbb- Abendschau. Nach den Festnahmen kam das Kind sofort wieder frei. Dies sei kein Einzelfall.

Geschlossene Heime für kriminelle Kinder und Jugendliche hatte auch die kürzlich gestorbene Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig gefordert. In ihrem Buch “Das Ende der Geduld“, das am 26. Juli erscheint, kritisiert sie die deutschen Behörden, die kriminellen Familienclans nicht genug entgegensetzten.

dpa

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