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Maskenpflicht im Supermarkt: Das gilt bei Aldi, Lidl, Rewe und Edeka im April

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Von: Jennifer Köllen

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Maske, ja oder nein? Niemand blickt bei der Corona-Regel im Supermarkt mehr durch. In welchen Supermärkten die Maskenpflicht ab dem 2. April weiterhin gilt.

Bremen – Ab Samstag werden sich Millionen Menschen in Deutschland die Frage stellen: Maske oder keine Maske? Denn ab dem 2. April läuft das Infektionsschutzgesetz aus. Und damit entfällt beim Einkaufen die Maskenpflicht im Supermarkt und Discounter wie Aldi, Lidl, Edeka und Rewe und das Hausrecht kommt ins Spiel. Und das trotz immens hoher Corona-Zahlen, wie Experten und Politiker kritisieren.

Wo genau Sie die Maske im Supermarkt und Discounter dann noch tragen müssen, hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Denn einige Bundesländer machen von ihrem Recht Gebrauch, eine Hotspot-Regelung anzuwenden und somit die bisherigen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung landesweit beizubehalten. Das bedeutet: In einigen Bundesländern wird die Maskenpflicht weiterhin greifen – auch nach dem Ende der Corona-Regeln in Supermärkten und Discountern wie Aldi, Lidl, Edeka und Rewe.

Maskenpflicht im Supermarkt: Hausrecht greift – einige Filialen von Aldi, Rewe und Edeka behalten Corona-Regel nach dem 2. April bei

In Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg wird ab dem 2. April die Hotspot-Regelung greifen. Das bedeutet für die Corona-Regeln bei Aldi, Lidl, Edeka oder Rewe: Hier besteht für Kunden weiterhin die Maskenpflicht in Supermärkten. Somit bleibt in diesen Bundesländern nicht nur die Corona-Regel bei Aldi, Lidl, Edeka und Rewe weiterhin bestehen, sondern auch das Hausrecht bei der Maskenpflicht im Supermarkt greift nicht.

In allen anderen Bundesländern gilt für die Maskenpflicht im Supermarkt der Slogan des neuen Batman-Films: „Die Masken werden fallen.“ Denn in Bayern, Sachsen, Berlin und Co. können ab Samstag die Supermärkte und die vom Inhaber geführten Filialen aufgrund des Hausrechts selbst über die Maskenpflicht entscheiden, ob ihre Kunden eine Maske tragen müssen. Denn hier entfallen ab dem 2. April die Corona-Maßnahmen.

Corona-Regeln im Supermarkt: Wo gilt die Maskenpflicht als Hausrecht bei Aldi, Lidl, Edeka und Rewe

Doch woher soll man als Kunde wissen, ob die Corona-Regel beim Einkaufen im Supermarkt gilt, oder wie es um das Hausrecht bei der Maskenpflicht steht? Kreiszeitung.de hat bei den Supermärkten Rewe und Edeka und den Discountern Aldi und Lidl wegen der Maskenpflicht im Supermarkt nachgefragt, unabhängig von den Hamsterkäufen bei Aldi, Lidl und Edeka, die Experten aufgrund des Ukraine-Kriegs befürchteten.

In diesem Artikel erfahren Sie genau, wie es mit der Maskenpflicht im Supermarkt weitergeht und in welchen Filialen von Aldi, Lidl und Edeka Sie in Deutschland ab dem 2. April noch die Maske tragen müssen.

Eine junge Frau mit und ohne Maske in einem Supermarkt und die Logos von Edeka, Aldi und Rewe
Corona-Regeln im Supermarkt: Ab 2. April herrscht in manchen Supermärkten Maskenpflicht – und in anderen nicht. (kreiszeitung.de-Montage) © Annika List/Michael Gstettenbauer/Gottfried Czepluch/imago/Kay Nietfeld/Ahmad Kamal/Jens Kalaene/dpa

Maskenpflicht im Supermarkt: In diesen Bundesländern gilt die Corona-Regel bei Aldi, Lidl, Edeka und Rewe

Trotz hoher Infektionszahlen hatten am 18. März Bundestag und Bundesrat den Weg für ein neues Infektionsschutzgesetz* (IfSG) frei gemacht. Dieses beinhaltet, dass die meisten Anti-Corona-Maßnahmen fallen. Und somit auch die Maskenpflicht als Corona-Regel in Supermärkten wie Aldi, Rewe und Edeka. Seit 20. März können die Bundesländer nun selbst entscheiden, welche Maßnahmen sie ergreifen, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Schärfere Maßnahmen zu erlassen ist nur erlaubt, wenn die Infektionslage im jeweiligen Bundeslandes bedrohlich ist (§ 28 Abs.8 IfSG).

In Mecklenburg-Vorpommern hat der Landtag bereits die Hotspot-Regel beschlossen. Hier werden bis zum 27. April weiter strengere Maßnahmen gelten.

Auch in Hamburg hat die Bürgerschaft am Mittwoch, den 30. März, beschlossen, dass die Hotspot-Regelung zulässig ist und bis Ende April weiterhin strengere Maßnahmen gelten. Der Senat hält die Hotspot-Regelung für gerechtfertigt. Und auch Peter Tschentscher, erster Bürgermeister der Stadt Hamburg, hält trotz Kritik unter anderem von der AfD an der Einführung einer Hotspot-Regelung fest.

Maskenpflicht im Supermarkt fällt: Hausrecht statt Hotspot-Regelung in vielen Supermärkten wie Aldi, Lidl, Rewe und Edeka

In allen anderen Bundesländern besteht für Kunden ab Samstag keine Maskenpflicht in Supermärkten wie Aldi, Lidl, Edeka und Rewe mehr. Denn die meisten Bundesländer setzen die Maskenpflicht als Corona-Regel im Supermarkt aus. Sie sehen trotz hoher Corona-Zahlen keinen Grund, die sogenannte Hotspot-Regelung anzuwenden, was Aldi, Lidl, Edeka und Rewe ein Hausrecht einräumt, um selbst über die Maskenpflicht im Supermarkt zu bestimmten. Die Maskenpflicht im Supermarkt selbst entfällt ab dem 2. April also in:

BayernSaarland
SachsenHessen
ThüringenBremen
NiedersachsenBaden-Württemberg
BerlinNordrhein-Westfalen
Rheinland-PfalzSchleswig-Holstein
Sachsen-AnhaltBrandenburg

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) steht schweren Herzens hinter den Lockerungen. Für eine Hotspot-Regelung in Niedersachsen „müssten wir eine schwere Gefahr und Überlastung des Gesundheitssystems nachweisen“, sagte Behrens am Montag den 27. März im NDR Fernsehen. „Wir haben zwar eine hohe Last im Gesundheitssystem, aber halt keine Überlastung. Und deswegen wird Niedersachsen kein Hotspot.“

Maskenpflicht im Supermarkt – Zum Hausrecht und dem Ende der Corona-Regel äußern sich Rewe, Edeka, Lidl und Aldi

Also einfach keine Maske mehr aufziehen? So einfach ist das leider nicht. Denn obwohl die meisten Bundesländer die Corona-Regeln gelockert haben, dürfen Discounter und Supermärkte wie Aldi, Lidl, Rewe und Edeka oder Einzelhandelsgeschäfte von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und eine Maskenpflicht vorschreiben.

Maskenpflicht bei Rewe: Unternehmen äußert sich zum Hausrecht und zur Corona-Regel im Supermarkt

Statement von REWE zur Maskenpflicht im Supermarkt und zum Hausrecht gegenüber kreiszeitung.de: „Überall dort, wo Bundesländer und Kommunen durch Hotspot-Regelungen Maskenpflicht für die betreffenden Supermärkte verlangen, werden diese umgesetzt. Dort, wo Bundesländer, Kommunen oder gewerbliche Vorschriften keine Maskenpflicht mehr verbindlich vorschreiben, ist das Tragen eine Freiwilligkeit.“

Maskenpflicht bei Aldi: Discounter-Kette gibt Statement zur Corona-Regel im Supermarkt ab

ALDI Nord über Maskenpflicht und Hausrecht im Discounter gegenüber kreiszeitung.de: „In Bundesländern, in denen die Maßnahmen verlängert werden, ändert sich für die Kunden gar nichts. Wir werden in jeder Filiale mit den Postern darauf hinweisen, falls die Pflicht weiter besteht, um die Verwirrung aufzulösen. Mitarbeiter postieren wir dort nicht. Sofern keine rechtlichen Vorgaben mehr existieren, empfehlen wir unseren Mitarbeitern und Kunden, auch weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen.“ (siehe Transparenzhinweis)

Maskenpflicht bei Edeka: Unternehmen bezieht Stellung zum Hausrecht und zur Corona-Regel im Supermarkt

EDEKA äußert sich zur Maskenpflicht im Supermarkt und zum Hausrecht gegenüber kreiszeitung.de: „Aufgrund unserer genossenschaftlichen Struktur agieren unsere selbstständigen Kaufleute eigenständig. Edeka Nord als Regionalgesellschaft nimmt in diesem Fall eine beratende Rolle ein. Wir empfehlen unseren selbstständigen Kaufleuten in den Bundesländern, in denen die Maskenpflicht im Einzelhandel zum 3. April entfällt, ihre Kunden zum Selbst- sowie Fremdschutz auf das freiwillige Tragen einer medizinischen Maske hinzuweisen.“

Hausrecht und Maskenpflicht bei Lidl: Unternehmen orientiert sich bei den Corona-Regeln im Supermarkt an Landesverordnungen

Lidl über die Maskenpflicht und das Hausrecht in eigenen Filialen zu kreiszeitung.de: „Wir orientieren uns grundsätzlich an den Verordnungen der Bundesländer, den jeweiligen regional gültigen Allgemeinverfügungen und setzen diese entsprechend um. Hinsichtlich der Maskenpflicht beobachten wir die Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern. Sollten die jeweiligen Landesverordnungen die Aufhebung der Maskenpflicht für Kunden vorsehen, werden wir diesen folgen.“

Corona-Regeln im Supermarkt: Aldi, Lidl, Rewe und Edeka äußern sich zur Maskenpflicht und zum Hausrecht

Für Kunden gilt ab dem 2. April als Corona-Regel im Supermarkt also: Wenn Sie Mecklenburg-Vorpommern oder Hamburg leben, müssen Sie bei Aldi, Rewe und Edeka bis auf Weiteres eine Maske tragen und somit der Maskenpflicht im Supermarkt oder Discounter nachkommen.

Sie wohnen in Bayern, Sachsen, Berlin oder in einem der anderen oben genannten Bundesländer? Dann müssen Sie ab Samstag an jedem Filialen-Eingang nachsehen, ob bei der Maskenpflicht im Supermarkt oder Discounter vom Hausrecht Gebrauch gemacht wurde und eine Maske getragen werden muss, oder eben nicht. Allerdings werden Edeka, Aldi, Penn und Rewe nicht von diesem Hausrecht Gebrauch machen.*

Ob die Maskenpflicht in Supermärkten weiter besteht oder nicht, spielt bei der Sicherheit um das eigene Wohlbefinden weniger eine Rolle. Denn bei den derzeit sehr hohen Corona-Zahlen ist das Tragen einer Maske in jedem Fall gut für die Gesundheit.
*merkur.de und kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

++Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde aufgrund einer missverständlichen Formulierung am 5. April 2022 aktualisiert. Das offizielle Statement von Aldi Nord wurde angepasst und die missverständliche Passage entfernt. ++

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