Hammer-Mord: Stalker muss lebenslang in Haft

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Der Verurteilte vor Gericht

Leipzig - Weil er aus Hass und Heimtücke eine Leipziger Studentin mit etlichen Hammerschlägen getötet hat, ist ein 28-jähriger Berliner zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Leipzig sprach den Ex-Chemie-Studenten am Mittwoch schuldig, die 25-Jährige im November 2011 ermordet zu haben. Sie hatte ihn vorher mehrfach wegen Stalkings und Nachstellungen angezeigt. Der Mann hatte im Prozess die Schläge eingeräumt, jedoch bestritten, dass er die junge Frau töten wollte. Das Gericht verurteilte ihn außerdem dazu, 20 000 Euro Schmerzensgeld an die Mutter des Opfers zu zahlen.

„Sie haben vollkommen sinnlos aus einem unverständlichen Anlass das Leben einer jungen Frau ausgelöscht“, sagte der Vorsitzende Richter Hans Jagenlauf in der Urteilsbegründung zu dem schmächtigen, blassen Angeklagten. Anders als von dem 28-Jährigen dargestellt, war die längere Bekanntschaft von Täter und Opfer wohl nicht über eine lose Freundschaft hinausgegangen. Die Studentin brach den Kontakt 2008 ab - was der Mann nicht akzeptierte. Er überhäufte sie mit Telefonanrufen, SMS-Nachrichten und Briefen.

2010 flog er von der Uni, zog zurück in seine Heimatstadt Berlin - und machte nach Überzeugung des Gerichts die 25-Jährige für sein verkorkstes Leben verantwortlich. Er belästigte sie weiter, sie zeigte ihn an. Die Ermittlungen wurden jedoch eingestellt. Im Oktober 2011 kam der Mann wieder nach Leipzig. Da hatte er nach Überzeugung der Strafkammer schon den Entschluss gefasst, die 25-Jährige zu töten. Er spionierte sie aus und stahl einen Schlüssel zu dem Studentenwohnheim, in dem sie wohnte.

Am 9. November lauerte er seinem Opfer im Treppenhaus auf. Die Studentin kam vom Einkaufen zurück. Als sie aus dem Aufzug stieg, schlug er sofort von hinten und mit großer Wucht mit dem Hammer auf den Kopf der arglosen Frau ein. Er zertrümmerte ihr regelrecht den Schädel. Sie starb gut zwei Wochen später im Krankenhaus, ohne vorher aus dem Koma noch einmal aufzuwachen. Nach der brutalen Attacke fuhr der 28-Jährige zunächst unbehelligt mit dem Zug zurück nach Berlin, wo er schließlich gefasst wurde.

dpa

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