Teil-Lockdown verlängert

Coronavirus-Gipfel: Merkels neue Maßnahmen – Tschentschers Appell

Der Lockdown Light zur Einschränkung der Coronavirus-Pandemie in Hamburg und Deutschland wird bis 20. Dezember 2020 verlängert. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat einen dringenden Appell. 

  • Bund und Länder entscheiden sich für strengere Coronavirus*-Maßnahmen.
  • Der Teil-Lockdown wird auch in Hamburger* verlängert.  
  • Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat wichtigen Appell an Bürger.

Update vom 27. November 2020, 11:30 Uhr: Hamburg – Der aktuelle Teil-Lockdown im Kampf gegen das Coronavirus wird bis zum 20. Dezember 2020 verlängert – darauf hatten sich der Bund und die Länder beim gemeinsamen Corona-Gipfel bereits geeinigt. Doch was genau bedeutet das für das Leben in Hamburg? Über die genaue Ausgestaltung der neuen Corona-Regeln berät am heutigen Freitag der Senat ab 14 Uhr in einer eigenen Sondersitzung. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass die Hansestadt keine nennenswerten Abweichungen vornehmen wird. Im Gegenteil: In einigen Bereichen droht sogar eine Verschärfung der vereinbarten Regeln.

Stadt in DeutschlandHamburg
Fläche755,2 km²
Bevölkerung1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Vorwahl 040

Corona-Maßnahmen für Hamburg: Bürgermeister Peter Tschentscher mit Appell an Bürger

Update vom 25. November 2020, 9:30 Uhr: HamburgBund und Länder haben es am Mittwoch entschieden: Der Teil-Lockdown wird bis zum 20. Dezember 2020 verlängert. Dementsprechend bleiben Gastronomie, Fitnessstudios und Freizeiteinrichtungen weiterhin geschlossen. Welche Maßnahmen konkret in der Hansestadt greifen werden, gibt der Hamburger Senat* am Freitag, 27. November 2020 bekannt. In einer zweitägigen Sitzung diskutieren die Politiker die Umsetzung der Corona-Maßnahmen des Bundes im Detail. Bereits im Vorfeld richtet sich Bürgermeister Peter Tschentscher mit einem Appell an die Hamburger.

Tschentscher rief die Hanseaten nach dem Bund-Länder-Treffen zur Disziplin auf. Der Wellenbrecher-Lockdown hätte zwar Wirkung gezeigt, jedoch bräuchte die Stadt „noch eine größere Stabilität im Infektionsgeschehen“: „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, die gute Disziplin, die es gibt (...), weiter aufrechtzuerhalten und dann - mit Blick auf das Frühjahr - diese erfolgreiche Strategie in Deutschland zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen“. Zustimmung von Hamburgs zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Die Grünen)*: „Wenn wir gemeinsam durchhalten, dann können wir diesen Corona-Winter gut überstehen“.

Mit Hinblick auf die neuen Coronavirus-Maßnahmen hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) einen flammenden Appell an die Bürger. (24hamburg.de-Montage)

Tschentschers Appell gilt vor allem in Hinblick auf die Corona-Kontaktbeschränkungen. Diese wurden auf Beschluss von Bund und Ländern weiter eingeschränkt: So dürfen sich im Dezember nur noch maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Für den Zeitraum vom 23. Dezember bis zum 1. Januar 2021 gilt Tschentscher zufolge eine Ausnahme – dann dürfen sich bis zu zehn Menschen aus zwei Haushalten treffen. Einen weiteren Dämpfer dürfte es für die Hanseatena m ersten Adventswochenende geben: Dann streikt der HVV*.

Coronavirus-Maßnahmen in Hamburg: Peter Tschentscher macht Ansagen zu Weihnachten und Silvester

Mit Hinblick auf die Weihnachtszeit appellierte Tschentscher auch an Unternehmen: Diese sollten Arbeitnehmer vermehrt im Home Office arbeiten lassen und bestenfalls vor Weihnachten in die Betriebsferien schicken. Die Schulferien sollen planungsgemäß am 19. Dezember 2020 starten.

Für Silvester gilt ein weitreichendes Feuerwerksverbot in der Hansestadt. An welchen Orten in Hamburg dieses Verbot konkret verhängt werden soll, klärt der Hamburger Senat in den kommenden Tagen. Fest stehe laut Tschentscher bereits, dass am Jungfernstieg und an den Landungsbrücken keine Böller gezündet werden dürfen.

Hinsichtlich des diesjährigen Weihnachtsshoppings müssen sich die Hamburgerinnen und Hamburger auf verschärfte Abstandsmaßnahmen einstellen. Bund und Länder beschlossen, dass sich in größeren Geschäften mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche nur eine Person pro 20 Quadratmeter aufhalten darf. In kleineren Geschäften ist dann eine Person pro zehn Quadratmeter erlaubt. Einen weiteren Dämpfer dürfte es am ersten

Corona-Weihnachten in Hamburg: Was Bürger dürfen und was nicht

Erstmeldung vom 25. November 2020, 14:11 Uhr: Dass Weihnachten in diesem Jahr anders aussehen wird als gewohnt, dürfte niemanden mehr überraschen: Das besinnliche Fest steht voll und ganz im Schatten der Coronavirus-Krise. Doch müssen Hamburgerinnen und Hamburger wirklich auf Familienbesuche verzichten? Finden Gottesdienste an Weihnachten statt? Was über die Feiertage wirklich erlaubt sein wird und was nicht, darüber beraten die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU)* am Mittwoch, 25. November 2020 bei einem Corona-Gipfel. 24hamburg.de liefert vorab den großen Überblick, auf welche Beschlüsse sich die Hanseaten einstellen müssen.

Die 16 Länder-Chefs wollen ihren Corona-Fahrplan für den Dezember und die Weihnachtstage am Mittwoch, 25. November mit der Bundesregierung diskutieren. Sollte der Bund den Beschlüssen des Länder-Papiers zustimmen, so müssen sich Hamburgerinnen und Hamburger nach Informationen der Tagesschau im Dezember auf folgende Einschränkungen einstellen:

  • Verlängerter Teil-Lockdown: Der Teil-Lockdown wird voraussichtlich bis zum 20. Dezember 2020 verlängert. Weil sich die Infektionszahlen weiterhin auf hohem Niveau bewegen, soll das öffentliche Leben auch im Dezember zu einem Großteil stillstehen. Hotels, Gastronomie und Fitnessstudios sollen also wie bisher geschlossen bleiben. Unklar ist, ob diese nach dem 20. Dezember wieder öffnen sollen.
  • Erweiterte Maskenpflicht: Die Bundesländer wollen die Maskenpflicht erweitern. Demnach soll auch vor Geschäften des Einzelhandels und auf Parkplätzen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Wer Weihnachtsgeschenke besorgen will, der sollte dies möglichst unter der Woche erledigen.
  • Strengere Kontaktbeschränkungen: Die Länder fordern eine Verschärfung der bereits geltenden Kontaktbeschränkungen. Ab dem 1. Dezember 2020 sind dann voraussichtlich nur noch private Treffen von maximal zwei Haushalten und maximal fünf Personen erlaubt. Auch diese Regel gilt vorerst bis zum 20. Dezember.
Weihnachten in Hamburg könnte in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise ganz anders aussehen (24hamburg.de-Montage)

Weihnachten in der Corona-Krise: Müssen Familientreffen und Gottesdienste ausfallen?

Wer befürchtet, dass Weihnachten in diesem Jahr ausfallen muss: So weit wird es nicht kommen. Die Bundesländer wollen für den Zeitraum vom 23. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 eine Ausnahmeregel geltend machen, damit Familientreffen möglich sein können. An diesen Tagen sollen die Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Konkret heißt das: Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Personen sind bis zur einer Gruppengröße von maximal zehn Personen erlaubt. Ausgenommen sind Kinder bis 14 Jahren.

In der Beschlussvorlage empfehlen die Länder jedoch eine mehrtägige Selbstquarantäne vor Familienbesuchen über Weihnachten: „Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden“. Damit solle das Risiko von Corona-Ausbrüchen im Rahmen von Feierlichkeiten eingeschränkt werden.

Gottesdienste finden über die Feiertage trotz Corona-Krise statt, dafür unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Wie der Focus berichtet, gibt es in vielen größeren Kirchen Hamburgs ein Ticketsystem, viele Gottesdienste seien bereits ausverkauft. Wer an einem Gottesdienst über Weihnachten teilnehmen möchte, der solle sich zwingend vorher dafür anmelden. Geplant sei, dass mehrere, dafür aber kürzere Gottesdienste hintereinander stattfinden. Auch unter freiem Himmel sind Messen geplant.

Coronavirus in Hamburg: Wie geht es nach Weihnachten im Jahr 2021 weiter?

Welche Regeln im Januar 2021 gelten, ist noch unklar. Im Länder-Papier schreiben die Ministerpräsidenten: „Die Länder gehen davon aus, dass wegen des hohen Infektionsgeschehens umfassende Beschränkungen auch über den Jahreswechsel hinaus erforderlich sein werden. Sie werden vor Weihnachten eine weitere Überprüfung und Bewertung vornehmen“.

Wie 24hamburg.de berichtete, planen zwei Hamburger unterdessen eine Rückkehr zum normalen öffentlichen Leben in der Hansestadt: Ein neues Coronavirus-Testzentrum auf der Reeperbahn soll dabei helfen. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

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