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Blackout droht: Strompreis-Hammer soll Netz-Überlastung in Deutschland verhindern

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Von: Johannes Nuß

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Blackout in Deutschland? Stromkonzerne rüsten sich und wollen die Gebühren verdreifachen. Bekannt werden soll dies aber erst nach der Niedersachsen-Wahl 2022.

Berlin/Hannover – Ganz Deutschland schaut derzeit gebannt auf die Politik, wo in den kommenden Tagen die Gasumlage Wirklichkeit wird. Eigentlich sollte sie bereits zu Anfang Oktober kommen, wenn die Netzbetreiber wie in jedem Jahr ihren Kostenbedarf melden. Doch, wie die Bild-Zeitung nun berichtet, will Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) den Startzeitpunkt auf nach Mitte Oktober verlegen, konkret auf den 17. Oktober. Dann würde der Preisschock bei den Bürgerinnen und Bürgern erst nach der Niedersachsen-Wahl 2022 am 9. Oktober ankommen. In Umfragen zur Niedersachsen-Wahl 2022 nämlich, stürzen die Grünen in Niedersachsen derzeit ab – und zwar jede Woche ein bisschen mehr.

Blackout in Deutschland: Gebühren für Stromübertragung steigen nach Niedersachsen-Wahl 2022 – Netz-Überlastung verhindern

Doch, die Gasumlage ist nicht der einzige Preishammer, der im Oktober wartet. Der echte Strompreis-Hammer droht mit einer Erhöhung der Gebühren für die Stromübertragung. Denn der könnte sich zum gleichen Zeitpunkt von 3 Cent auf dann 9 Cent verdreifachen und käme auf jede verbrauchte Kilowattstunde obendrauf. Damit soll die Stabilität des Stromnetzes in Deutschland gewährleistet sein. Droht uns in Deutschland ein Blackout, also ein großflächiger Stromausfall? Die Gefahr zumindest scheint real zu sein.

Robert Habeck (l, Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) reden im Bundestag miteinander.
Aktuell werkelt die Bundesregierung um Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD, r.) und Energieminister Robert Habeck (Grüne) an der Gasumlage. Doch mit der Erhöhung der Übertragungsgebühren für Strom droht bereits der nächste Preisschock für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. (Archivbild) ©  Kay Nietfeld/dpa

Für Robert Habeck und die Grünen käme eine Verdreifachung der Gebühren für die Stromübertragung zusammen mit der Gasumlage zu Anfang Oktober mehr als ungelegen: Einmal müssten Gaskunden rund 2,8 Cent mehr pro Kilowattstunde zahlen, hinzu käme eine Strompreiserhöhung um 6 Cent von 3 Cent auf dann 9 Cent je kWh hinzu. Die Erhöhung käme zur Unzeit, weil bei den Verbrauchern direkt zu Anfang Oktober der Strompreis explodieren würde. Dass dies noch vor der Niedersachsen-Wahl 2022 passiert, will Wirtschaftsminister Robert Habeck unbedingt verhindern.

Strompreis-Hammer soll erst nach Niedersachsen-Wahl 2022 bekanntwerden – droht Deutschland Blackout?

Der ganz einfache Grund: Die Grünen haben in den vergangenen 14 Tagen bei Umfragen zur Niedersachsen-Wahl 2022 mehr als ein Prozent bereits eingebüßt und der Trend zeigt eindeutig weiter nach unten. Der Wähler macht derzeit die Grünen und Robert Habeck eben für die steigenden Preise verantwortlich.

Blackout-Vorbereitung: Lesen Sie hier, wie Sie sich auf einen großflächigen Stromausfall in Deutschland vorbereiten können

Denn, sollten die Gebühren für die Strompreisübertragung steigen – und das ist laut dem Bericht der Bild so gut wie sicher – müsste beispielsweise ein 2-Personen-Haushalt allein dadurch Mehrkosten von rund 180 Euro stemmen. Kommt dann noch die Gasumlage obendrauf und erhöht dann der Stromversorger noch die Preise pro Kilowattstunde – Millionen von Bürgerinnen und Bürger in Deutschland würden aufgrund der enorm steigenden Energiekosten unweigerlich sofort in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Dass diese Stimmung aufkommt, will Habeck neben einem Blackout in Deutschland unbedingt verhindern, vor allen Dingen mit Blick auf die Umfragen zur Niedersachsen-Wahl 2022.

Blackout in Deutschland: Netzbetreiber wollen Gebühren für Stromübertragung verdreifachen

Doch, die Netzbetreiber bleiben hart: Die Erhöhung der Gebühren für die Stromübertragung von 3 auf 9 Cent, die dann bei jeder verbrauchten Kilowattstunde noch einmal obendrauf kämen, sei notwendig, um die Netze stabil zu halten. Dafür seien in der Vergangenheit die Kosten gestiegen, diese will man nun an den Verbraucher weitergeben.

Doch, geht es nach Robert Habeck, präsentiert man den Bürgerinnen und Bürgern der Strompreis-Hammer erst nach der für den Bund so wichtigen Niedersachsen-Wahl 2022. In aktuellen Umfragen zur Niedersachsen-Wahl 2022 kommen die Grünen nur noch auf 18,5 Prozent der Stimmen. Ende Mai 2022 lag die Ökopartei noch bei 24,0 Prozent. Noch im August wurden die Grünen laut Umfragen zur Niedersachsen-Wahl 2022 als Königsmacher gefeiert.

Stromnetzbetreiber warnen vor Lastunterdeckung und vor möglichen Blackouts in Deutschland

Doch, wie realistisch ist ein Blackout in Deutschland? Glaubt dem Stromnetzbetreiber Amprion, droht in Deutschland zwar kein großflächiger Stromausfall, also ein Blackout in Deutschland, es könnte allerdings passieren, dass nicht immer zu jeder Tageszeit für alle genug Strom vorhanden ist. „Wir können (...) daher nicht ausschließen, dass es in Deutschland in diesem Winter zu sogenannten Lastunterdeckungen kommt. Es gäbe dann nicht genug Strom, um den erwarteten Verbrauch – die „Last“ – zu decken“, heißt es von Amprion dazu.

Auch bei den Grünen will man von einem Blackout in Deutschland im Vorfeld der Niedersacshsen-Wahl 2022 nichts wissen. Man gibt sich jedenfalls selbstsicher, wie ein Sprecher von Robert Habeck im Bericht der Bild durchblicken ließ. Eine Stromabschaltung würde nur Firmen betreffen und dann auch nur die, die im Vorfeld einer freiwilligen Stromabschaltung zugestimmt hätten.

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