Er soll seine Nachbarin getötet haben

Großeinsatz bei Dresden: Polizei findet flüchtigen Schützen tot auf 

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Nach Tötung von Seniorin: Tatverdächtiger Nachbar auf Flucht.

Auf der Flucht vor der Polizei verschanzt sich ein bewaffnete Tatverdächtiger auf einem alten Kasernenareal. Und schießt: Ein Beamter und ein Diensthund werden verletzt.

Update 22.27 Uhr: Der mutmaßliche Gewalttäter, der sich bei Königsbrück in der Nähe von Dresden verschanzt hatte, ist tot. „Unsere Einsatzkräfte haben einen Raum betreten und den Tatverdächtigen leblos aufgefunden“, schrieb die Polizei Sachsen am Montagabend auf Twitter. „Wir gehen von Suizid aus.“ Der 33-jährige ehemalige Bundeswehrsoldat steht unter Verdacht, seine 75-jährige Nachbarin umgebracht zu haben. Zunächst hatte die „Bild“ (online) darüber berichtet.

Dresden/Königsbrück - Auf der Flucht vor der Polizei hat sich ein mutmaßlicher Gewalttäter in Sachsen in einem alten Garnisonsgebäude verschanzt und mehrere Schüsse abgefeuert. Der Polizei gelang es auf dem Gelände 30 Kilometer nordöstlich von Dresden am Montag über Stunden nicht, den 33 Jahre alte Sportschütze zu stellen. Der Mann steht im Verdacht, in Dresden seine 75 Jahre alte Nachbarin getötet zu haben. Die Rentnerin war am Samstag mit mehreren Messerstichen tot in ihrer Wohnung gefunden worden.

Aus dem Garnisonsgebäude in der Königsbrücker Heide eröffnete der Mann am Montag mehrfach das Feuer. Dabei erlitt ein Polizeibeamter eine Schussverletzung am Arm. Zudem wurde ein Diensthund beim ersten Zugriffsversuch von einem Projektil getroffen.

Rund 200 Polizisten im Einsatz

Am Montagvormittag hatte eine Polizei nach Zeugenhinweisen das Areal der ehemaligen Kaserne ins Visier genommen und weiträumig abgesperrt. Anwohner hatten an dem Waldstück ein weißes Fahrzeug gesehen: Mit dem Verdächtigen war auch ein weißer Wagen mit Kamenzer Kennzeichen zur Fahndung ausgeschrieben.

Seit Montagmorgen riegelten die Sicherheitskräfte das Waldgebiet in Königsbrück in der Oberlausitz ab. Über dem Areal kreisten Hubschrauber. Am Nachmittag hatten Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) das Erdgeschoss gesichert und versuchten, weiter in das unbewohnte Haus vorzudringen. Insgesamt waren rund 200 Polizisten aus Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie der Bundespolizei im Einsatz.

33-Jähriger ist Sportschütze und hat eine Waffenbesitzkarte

Bereits vor einigen Tagen hatte es in der Wohnung des Gesuchten einen Polizeieinsatz gegeben. Nachbarn hatten die Beamten alarmiert, weil der 33-Jährige im Alkoholrausch randalierte. Der Mann war wegen aggressiven Verhaltens für eine Nacht in Gewahrsam genommen worden.

Der Polizei zufolge wurden in der Wohnung zudem mehrere Waffen festgestellt und vorsorglich in Verwahrung genommen. Der 33-Jährige ist Sportschütze und hat eine Waffenbesitzkarte für die Waffen. Die Waffenbehörde der Stadt Dresden sei über das Vorkommnis informiert worden.

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dpa

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