In Norderstedt

Dunkles Geheimnis unter Spielplatz? Grausiger Verdacht bestätigt sich nicht

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Norderstedt: Hat dieser Spielplatz ein dunkles Geheimnis?

Schaukel, Rutsche und feiner Sand - so sollte ein Spielplatz aussehen. Aber es gab einen grausigen Verdacht - der sich zum Glück nicht bestätigt hat.

Update, 13. Juli

Wie sich nun herausstellte, liegt unter dem Spielplatz in Norderstedt doch kein NS-Massengrab. 

Zunächst hatten einige Medien berichtet, dass vor rund 70 Jahren dort vermeintlich Leichen verscharrt wurde. Dieser grausige Verdacht bestätigte sich glücklicherweise nun nicht.

Ursprungsartikel: Hat dieser Spielplatz ein dunkles Geheimnis?

Norderstedt - Auf diesem Spielplatz in Norderstedt (Schleswig-Holstein) herrscht Stille. Der Spielplatz ist gesperrt. An diesem Ort soll sich ein Massengrab aus der Zeit der Nationalsozialisten befinden, berichtet die Morgenpost online.

Demnächst sollen hier Archäologen nach möglichen Opfern des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten aus der Anstalt in Hamburg-Ochsenzoll suchen. 

Dunkle Geschichte der Vergangenheit

Auf dem Areal sollen vor 70 Jahren Leichen verscharrt worden sein, heißt es. Eine in Norderstedt lebende Zeitzeugin hätte dies demnach dem Hamburger Abendblatt berichtet.

Die Stadt Norderstedt hat den Hinweis der Zeitzeugin sehr ernst genommen. Der Spielplatz wurde unverzüglich mit rot-weißen Bauzäunen abgesperrt. Auf den Zetteln erklärt die Stadt ihre Maßnahme: „Dies geschieht aus Gründen der Pietät und des Respekts vor dem Schicksal der Opfer des Nationalsozialismus. Eine Gefahr für die hier spielenden Kinder hat zu keinem Zeitpunkt bestanden.“

Spielplatz wegen möglicher NS-Opfer in Norderstedt gesperrt.

Experten wollen schnell Klarheit schaffen

Am 10. Juli sollen Experten des Archäologischen Landesamts erste Bodenproben nehmen. „Es wird dann sehr schnell klar sein, ob tatsächlich menschliche Überreste dort in der Erde liegen“, sagt Bernd-Olaf Struppek, Sprecher der Stadtverwaltung in einem Interview mit dem Abendblatt.

Das Gebiet wurde demnach erst in den 60er Jahren besiedelt. In dieser Zeit wurde auch der Spielplatz angelegt. Anwohner glauben nicht, dass sich menschliche Überreste auf dem Gelände befinden würden. Schließlich sei damals eine große Baugrube ausgehoben und nichts gefunden worden.

Lange galt die NS-Zeit als abgeschlossenes Kapitel im Max-Planck-Institut in München. Doch vor einem Jahr entdeckte man in Archiven Präparate von Euthanasie-Opfern, die nach dem Krieg nicht bestattet, sondern eingelagert worden waren, wie Merkur.de* berichtete.

ml


*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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