Graffiti-Sprayer von Zug erfasst - tot

Berlin/Rathenow - Ein ICE der Deutschen Bahn ist am Freitag bei Rathenow in Brandenburg in eine Gruppe jugendlicher Graffiti- Sprayer gefahren. Einer davon kam dabei ums Leben.

Tödlicher ICE-Unfall: Ein Schnellzug hat am Freitag im brandenburgischen Rathenow zwei 15-Jährige erfasst, die sich auf den Schienen aufhielten. Einer der beiden starb sofort, der zweite wurde mit schweren Verletzungen per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Ein Zwölfjähriger, der sich ebenfalls an der Strecke aufhielt, erlitt einen Schock.

Laut Polizei handelte es sich offenbar um Graffiti-Sprayer. Am Unfallort seien Farbdosen gefunden worden, hieß es. Der Lokführer des ICE hatte die Personen noch bemerkt und ein Notsignal abgegeben. Unmittelbar darauf erfasste der an dieser Stelle mit hohem Tempo fahrende Zug die Jugendlichen jedoch.

Die Polizei sperrte die Bahnstrecke Berlin - Hannover den ganzen Vormittag für Ermittlungen ab. Der Fernverkehr wurde über Magdeburg und Stendal umgeleitet und war stundenlang erheblich gestört. Die etwa 330 Insassen des betroffenen ICE von Berlin ins schweizerische Interlaken wurden einem Bahnsprecher zufolge mit Bussen nach Braunschweig und Hannover gebracht. Nachdem die Strecke am frühen Nachmittag wieder freigegeben worden war, normalisierte sich die Lage.

dapd

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