BGH: Auch neuer Ehefrau ist ein Job zumutbar

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Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass sowohl die alte als auch die neue Ehefrau arbeiten müssen.

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat für geschiedene und neue Ehepartner mehr Gleichbehandlung bei der Berechnung ihrer Unterhaltsansprüche angeordnet.

Auch dem neuen Ehepartner eines Geschiedenen ist ein Job zumutbar, wenn die Ex-Frau oder der Ex-Mann ebenfalls Geld hinzuverdienen muss, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Urteil. Zwar sei die Rollenverteilung innerhalb einer Ehe Sache des Paares. Bei der Berechnung des Unterhalts müssten jedoch für frühere wie für neue Partner die gleichen Maßstäbe gelten.

Folge: Beide müssen denjenigen Betrag auf ihre Ansprüche anrechnen lassen, den sie selbst hinzuverdienen können. Die neue Gattin kann sich nicht auf eine “Hausfrauen-Ehe“ berufen und eine eigene Erwerbstätigkeit ablehnen, während die Ex-Frau verpflichtet ist, einen Job anzunehmen.

dpa

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