Glatteis-Unfälle in Serie: Chaos auf deutschen Straßen

Hamburg - Eis und Schnee auf Deutschlands Straßen haben auch zwischen Freitag- und Samstagabend zu zahlreichen Unfälle geführt. In einigen Fällen gab es dabei Schwerveletze.

Betroffen waren vor allem die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Hessen und Bayern. Autos kamen auf den eisglatten Straßen ins Schlittern, blockierten die Fahrbahn oder landeten im Straßengraben. Die meisten Unfälle verliefen jedoch glimpflich. Im Vergleich zum Tagesverlauf hatte sich die Verkehrslage jedoch zum Abend hin etwas beruhigt.

In Bayern wurde vor allem Mittelfranken weiterhin vom Schneechaos heimgesucht. Hier ereigneten sich am Abend bis zu 100 witterungsbedingte Unfälle. Stark betroffen war auch Sachsen-Anhalt. Hier wurden im gesamten Tagesverlauf insgesamt 464 Unfälle verzeichnet. Köln und Umgebung waren nach Polizeiangaben mit rund 70 Unfällen am stärksten betroffen. Bei zwei Frontalzusammenstößen in Waldbröl und Morsbach (Oberbergischer Kreis) wurden insgesamt fünf Menschen schwer und zwei leicht verletzt.

Die Unfälle am Abend konzentrierten sich auf die Gebiete rund um Magdeburg und Chemnitz. Auch in Hessen, Brandenburg und Baden-Württemberg sorgten Schnee und Eis bis in die Abendstunden für Unfälle und Verkehrsbehinderungen.

An einer sächsischen Wetterstation fiel die Temperatur auf minus 21,3 Grad Celsius. Dieser Wert sei gegen 19.00 Uhr in Dippoldiswalde-Reinberg gemessen worden, teilte die Meteomedia Unwetterzentrale in Bochum mit. Die erwartete extreme Kälte habe vor allem den Osten Deutschlands erfasst. Fast überall in Deutschland werde am Samstagmorgen strenger Frost unter minus 10 Grad erwartet.

Wegen eines Spannungsabfalls im europäischen Stromnetz sind in Hamburg am Samstag kurzzeitig viele Ampeln ausgefallen. Ein Großteil der 1700 Ampeln sei betroffen gewesen, sagte ein Sprecher des Energiekonzerns Vattenfall. Die meisten Lichtanlagen hätten sich innerhalb von zwei Minuten selbst wieder hochgefahren. Nur etwa 50 von ihnen mussten händisch wieder eingeschaltet werden. Zu einem Verkehrschaos kam es nach Angaben der Polizei nicht.

Spannende Weihnachts-Wetterprognose

Das Wetter zu Heiligabend wird für deutsche Meteorologen unterdessen zum Ratespiel. “Das ist spannend wie ein Tatort-Krimi“, sagte Andreas Wagner von der meteomedia-Unwetterzentrale der dpa. Zwei große Wettersysteme über Mitteleuropa treffen aufeinander und könnten Deutschland ein “zweigeteiltes“ Wetter bescheren. “In der Südosthälfte könnte milde Luft die Oberhand gewinnen - im Nordwesten könnte es relativ kalt bleiben“, sagte Wagner. “Und an der Grenze der beiden Gebiete diagonal durch Deutschland vom Saarland bis Mecklenburg-Vorpommern ist Schneefall möglich.“ Andreas Friedrich, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) entgegnet, dass es sich dabei um ein “Außenseitermodell“ handelt.

Der DWD habe aus allen verfügbaren Modellen die wahrscheinlichste Vorhersage getroffen - und danach wird kein Schnee fallen. Spätestens an Heiligabend solle es in ganz Deutschland zwischen 0 und 5 Grad warm sein, so dass der gefallene Schnee zu tauen beginne. Da es im Osten kälter bleibt, besteht laut Friedrich aber noch die Chance, dort durch eine weiße Winterlandschaft zu spazieren. Nach Einschätzung von meteomedia liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weiße Weihnacht für den Norden und die Mittelgebirge bei 60 bis 70 Prozent. Schuld am Wetterwirrwar sind Tief “Uwe“ und Hoch “Frauke“, die für eine extrem kalte Ostströmung sorgen. Dagegen beschert Tief “Vincent“ milde Luft.

dpa

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