Geständnis: Gymnasiast raubte sechs Banken aus

Dortmund - Ein Gymnasiast (18) aus Dortmund hat sechs Banküberfälle gestanden. Im Auftrag seiner beiden mitangeklagten Freunde (21 und 22) habe er die Taten zwischen März und August verübt.

Das sagte der Jugendliche zum Prozessauftakt am Dienstag vor dem Landgericht. Bei den Überfällen in Dortmund und Bielefeld waren mehr als 100 000 Euro erbeutet worden. Der 18-Jährige will jedoch nur einen Bruchteil des Geldes erhalten haben. Den Rest hätten ihm seine Freunde abgenommen und für sich verbraucht. Die Mitangeklagten haben sich bisher noch nicht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft geäußert. Auf die Frage nach seinem Motiv antwortete der Schüler: “Wir brauchten halt viel Geld, weil wir immer viel gekifft haben.“

Bei einem dieser Kiffer-Treffen habe der 21-Jährige im März vorgeschlagen, eine Bank zu überfallen. “Da habe ich gesagt, dass ich mir das zutrauen würde“, so der 18-Jährige. Sein Freund habe dann eine ungeladene Gaspistole und eine Maske besorgt. Dann hätten sie die Banken ausgewählt und die Fluchtwege festgelegt. Nach dem sechsten Überfall war der 18-Jährige Ende August festgenommen worden. Zwei Tage später konnte die Polizei auch die beiden Mitangeklagten verhaften. Für das Verfahren sind noch zehn Verhandlungstage bis Ende März 2010 angesetzt. 

dpa

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