Gericht stoppt Bau eines Windrads

Stimmt der Wetterbericht nicht, weil sich Windräder drehen?

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Des Umweltministers Freund, des Meteorologen Feind: Windräder sollen Störechos erzeugen.

Düsseldorf - Kann ein 100 Meter hohes Windrad sich noch in elf Kilometern Entfernung auf die Wettermessung auswirken? Diese Frage mussten Verwaltungsrichter in Nordrhein-Westfalen entscheiden.

Mögliche Auswirkungen auf die Wettervorhersage haben den Bau eines Windrades bei Wuppertal vorerst verhindert. Die fast 100 Meter hohe Anlage in Wülfrath könne das etwa elf Kilometer entfernte Wetterradar des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen stören, befand das Verwaltungsgericht in Düsseldorf am Montag (Aktenzeichen: 10 K 5017/13.

Das Gericht wies damit die Klage eines Windenergieunternehmens zurück, nachdem der Kreis Mettmann keine Genehmigung erteilt hatte. Der DWD betreibt im Süden von Essen seit etwa 25 Jahren sein einziges Niederschlagsradar in Nordrhein-Westfalen. Es ist eine von bundesweit 17 solcher Anlagen. Unter anderem geht es um die Vorhersage von Hagelschlag auch für kleinere Gebiete. Gegen das Urteil ist Berufung beim Oberverwaltungsgericht in Münster möglich.

Die Richter befanden, der Rotor der Windenergieanlage verursache Störsignale, die in der unmittelbaren Umgebung die Radarmessungen beeinträchtigen könnten. Dem DWD könne nicht aufgeben werden, wegen dieser Störung seine Datenverarbeitung zu ändern. Dann könne beispielsweise wegen der dann entstehenden „weißen Flecken“ vor kleinräumigen Wettererscheinungen wie Hagelschlag nicht mehr zuverlässig gewarnt werden.

Einwände gegen das einzelne Windrad hatte auch die Bezirksregierung Düsseldorf vorgebracht, denn es sollte am Rand der An- und Abflugschneise eines Segelflugplatzes liegen. Die sogenannte Platzrunde des Flugplatzes hätte nicht mehr geflogen werden können. Die Genehmigungen mit Blick auf Sicherheit und Lärmschutz wären wohl hinfällig geworden.

Zuletzt hatte das Verwaltungsgericht in Trier eine Klage des DWD gegen drei geplante Windräder in der Eifel abgewiesen, obwohl die Anlagen die Radarmessungen stören könnten.

dpa

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