Gegner und Befürworter von "Stuttgart 21" diskutieren

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Blick auf die Baustelle im Schlossgarten in Stuttgart.

Stuttgart - Am Tag nach der großen Demonstration gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" haben sich im Schlosspark der baden-württembergischen Landeshauptstadt Tausende Gegner und auch Befürworter des Bauvorhabens getroffen.

Die Polizei zeigte kaum Präsenz, neue Protestaktionen gab es keine. Die Bevölkerung solle sich nicht spalten lassen, sagt der Stuttgarter Thomas Heilig am Samstag im Schlosspark.

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Heilig ist ein Gegner des Projekts und will auch am Samstag des Gespräch mit Befürwortern suchen. Ein 40 Jahre alter Stuttgarter Apotheker geht im Schlosspark auf Distanz zu den Demonstranten. "Für mich sind das Anhänger von Stuttgart 19", sagt er. Die 19 stehe fürs 19. Jahrhundert. Von Heilig will sich der Apotheker jedoch in keine Diskussion hineinziehen lassen. Er kritisiert allerdings die Informationspraxis der Politiker. "Welche Kosten da auf uns zukommen, erfahren wir nur scheibchenweise", sagt der Apotheker und wünscht sich trotzdem einen "zügigen Baufortschritt" für das Milliardenprojekt.

"Stuttgart 21"-Gegner Heilig ist Hausmeister an einer Stuttgarter Schule. "In meinem Büro habe ich entsprechende Schilder montiert", berichtet Heilig. Über seine Haltung dürfe jeder Bescheid wissen. "Unser Schuldirektor galt stets als Befürworter", sagt Heilig. "Und noch mehr seine Sektretärin." Der Direktor habe jetzt die bekannten gelben Schilder mit dem rot durchgestrichenen "Stuttgart 21"-Schriftzug auch im Chefzimmer angebracht. Heilig ist überzeugt, dass der Schulfrieden durch die jüngsten Ereignisse gleichwohl nicht gefährdet ist. "Für meine Schule gilt eben auch: Wir lassen uns nicht spalten", sagt der 47-Jährige.

DAPD

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