Gefesselte Frau erst nach drei Tagen befreit

Berlin - Eine 53-jährige Frau aus Berlin hat drei Tage lang gefesselt und geknebelt hilflos in einer Wohnung ausharren müssen. Ein 39-jähriger Bekannter hatte das Opfer laut Polizei am Dienstag vormittags in seiner Wohnung im Stadtteil Wedding beraubt und zurückgelassen.

Erst am Freitagmorgen gegen 06.00 Uhr konnte sich die Frau befreien und aus einem Fenster Hilfe rufen. Der psychisch kranke Täter, der Freigänger im Maßregelvollzug ist, wurde noch am selben Abend auf dem Hamburger Hauptbahnhof festgenommen, wie die Polizei am Samstag berichtete.

Nach den bisherigen Ermittlungen bedrohte der Mann seine Bekannte mit einer Schusswaffe; danach fesselte und knebelte er sie. Aus ihrer Brieftasche stahl er Geld und EC-Karten und kündigte an, von den Konten Geld abzuheben. Mehrmals verließ er die Wohnung für kurze oder längere Zeit, ohne sich weiter um das Opfer zu kümmern. In der Nacht zum Freitag kam er nicht mehr zurück.

Nach dem Hilferuf der Frau aus dem Fenster brach ein Zeuge die Wohnungstür auf und alarmierte die Polizei. Die 53-Jährige wurde ambulant in einem Krankenhaus versorgt. Das Landeskriminalamt übernahm die Fahndung. Die Ermittlungen führten schließlich dazu, dass der Gesuchte am Freitag gegen 18.20 Uhr von der Bundespolizei in Hamburg festgenommen werden konnte.

ap

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