Über 200 Robben geboren

Geburtenrekord bei Kegelrobben

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Kegelrobben-Babys und ihre Mütter liegen auf einer vorgelagerten Düne auf der Nordseeinsel Helgoland.

Helgoland - Auf Helgoland waren Robben einst verschwunden. In diesem Winter gab es auf der Insel mit mehr als 200 Geburten einen Rekord. Doch 47 Robbenbabys werden seit Sturm „Xaver“ vermisst.

Helgoland hat in diesem Winter einen Rekord bei den Geburten von Kegelrobben verzeichnet. 202 Tiere seien zur Welt gekommen, sagte Seehundjäger Rolf Blädel. So viele seien es noch nie gewesen, seit die einst vertriebenen Tiere 1974 wieder gesichtet wurden.

 „Die Geburtenzahlen auf Helgoland haben in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen“, berichtete Robben-Expertin Britta Diederichs vom Nationalparkamt in Tönning. Diese starke Zunahme sei im schleswig-holsteinischen Teil der Nordsee einmalig.

„Wahrscheinlich hat es die Mehrzahl nicht geschafft“

Die Meeressäuger werden in der Regel im Zeitraum November bis Januar geboren. Mitten in der Geburtszeit der Kegelrobben zog Orkantief „Xaver“ über die Nordsee, 47 Robbenbabys wurden anschließend vermisst.

„Wahrscheinlich hat es die Mehrzahl nicht geschafft“, erklärte Diederichs. „Das ist ein Wermutstropfen, aber das wird die Entwicklung der Population kaum merklich beeinträchtigen.“ Die Sterblichkeitsrate der Tiere sei im ersten Jahr ohnehin sehr hoch.

Geburtenzahl wird weiter steigen

Expertin Diederichs rechnet damit, dass die Geburtenzahl bei den Robben auf Deutschlands einziger Hochseeinsel in den nächsten Jahren weiter steigen wird. „Je mehr Kegelrobben geboren werden, desto mehr gebärfähige Tiere kommen natürlich in den kommenden Jahren wieder dazu“, erklärte die Biologin.

Die Bedingungen auf der Helgoland vorgelagerten Düne seien für die Tiere sehr gut, denn auf den etwas erhöhten Liegeplätzen seien sie im Normalfall sicher vor Wellen, und im Wasser finde sich anscheinend genügend Fisch.

Nach Angaben von Blädel gibt es momentan 350 bis 400 Kegelrobben sowie rund 200 Seehunde auf Helgoland. Der Seehundjäger - so seine offizielle Bezeichnung - kümmert sich um verletzte, verwaiste oder verendete Kegelrobben und Seehunde. In Ausnahmefälle muss er todkranke Tiere auch erschießen.

dpa

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