Tarifverhandlungen

GDL: Lokführer der Deutschen Bahn wollen Rekordstreik im Personenverkehr

Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), lacht auf einer Kundgebung.
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GDL-Boss Claus Weselsky ruft seine Mitglieder ab 1. September im Güterverkehr und ab 2. September im Personenverkehr zur Arbeitsniederlegung auf. (Archivfoto)

Im festgefahrenen Tarifstreit zwischen Deutscher Bahn und Lokführergewerkschaft GDL ruft Gewerkschaftschef Weselsky zum einwöchigen Streik auf. Mittwoch geht es los.

Frankfurt am Main – Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer ruft im festgefahrenen Tarifstreit mit der Deutschen Bahn (DB) ihre Mitglieder ab Mittwoch, 1. September 2021, zu einem einwöchigen Streik im Güterverkehr auf. Der Personenverkehr soll am Donnerstag, 2. September 2021, folgen. Wie Gewerkschaftsboss Claus Weselsky am Montag in Frankfurt am Main auf einer Pressekonferenz mitteilte, soll der Ausstand der Lokführer bis Dienstag, 7. September 2021, 2:00 Uhr andauern.

Arbeitnehmerorganisation:Gewerkschaft Deutscher Lokführer
Gründung:1867
Sitz:Frankfurt am Main
Vorsitzender:Claus Weselsky
Mitglieder:ca. 37.000

Den Arbeitskampf hatte Weselsky jüngst angekündigt, falls die Bahn kein verbessertes Tarifangebot auf den Tisch bringen sollte. Dies weist die Bahn jedoch von sich und fordert die Gewerkschaft auf, zunächst an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Lokführer wollen ab Mittwoch streiken: 3,2 Prozent mehr Lohn und 600 Euro Corona-Prämie gefordert

Bis jetzt fordert die GDL eine Gehaltserhöhung für die Lokführer von 3,2 Prozent. Darüber hinaus werden eine einmalige Corona-Prämie in Höhe von 600 Euro und verbesserte Arbeitsbedingungen gefordert. Zwar bietet die Bahn eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent an, dies aber verteilt auf mehrere Stufen. Bis jetzt löehnt die GDL dies kategorisch ab. Auch eine Coronapramie will der Konzern zahlen, nannte bis jetzt jedoch keine konkreten Zahlen dazu.

Laut GDL handelt es sich dabei um ein „Scheinangebot“ und wies sämtliche Angebot des ehemaligen Staatskonzerns zurück. Neben den Gehaltsverhandlungen geht es auch um die Position der GDL innerhalb der Deutschen Bahn. Der DB-Vorstand will in Zukunft nur noch mit der wesentlich größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Tarifgespräche führen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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