Frühling in Deutschland: Fast 20 Grad dank "Karin"

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Am Ufer des Bodensees: Auf bis zu 15 Grad Celsius stieg das Thermometer am Nachmittag.

Berlin - Ob am Wasser, auf dem Fahrrad oder im Biergarten: Millionen Menschen haben bei blauem Himmel und frühlingshaften Temperaturen in Deutschland den Sonntag im Freien verbracht.

Am wärmsten wurde es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Nordrhein-Westfalen. Im westfälischen Lippstadt-Bökenförde und im Eifel-Ort Nideggen-Schmidt seien die Temperaturen jeweils auf bis zu 19,9 Grad geklettert, sagte DWD-Meteorologe Simon Trippler am Sonntagabend. Demnach wurde die 20-Grad-Marke - anders als zwischenzeitlich erwartet - am zweiten Sonntag des meteorologischen Frühlings knapp verfehlt.

Besonders viele Spaziergänger und Ausflügler gab es am Sonntag etwa an der Rheinpromenade in Düsseldorf, im Loki-Schmidt-Garten in Hamburg, an der Nordseeküste, aber auch am Bodensee oder in Bayerns Bergen. Fast schon sommerlich ging es auch in den Zoos zu, die sich über Andrang freuten. In Köln, Duisburg oder Wuppertal zum Beispiel wurden jeweils mehr als 10 000 Besucher am Wochenende gezählt. Auf der Spree in Berlin legten wieder die Ausflugsschiffe ab.

"Das Frühlingswetter zu diesem frühen Märztermin hat die Menschen beflügelt", sagte etwa der Sprecher des Landestourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Tobias Woitendorf. Ein Sprecher vom Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Dresden sagte: "Sobald die Sonne durchkommt, schalten die Gastronomen auf 100 Prozent." Viele Cafés und Biergärten stellten am Wochenende Tische und Stühle nach draußen.

Der meteorologische Frühling hat am 1. März angefangen - die Wetterexperten rechnen die Jahreszeiten in vollen Monaten, also März, April und Mai. Astronomisch (kalendarisch) beginnt der Frühling erst am 20. März. Der Tag ist dann genauso lang wie die Nacht.

Hoch "Karin" vermittelte auch auf Deutschlands höchstem Berg einen Vorgeschmack auf den Frühling. Auf der 2962 Meter hohen Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen kletterte die Temperatur am Sonntag auf immerhin minus 0,9 Grad. Es bot sich eine gewaltige Fernsicht. Skifahrer ließen sich auch am Feldberg im Schwarzwald hinaufziehen.

Zu Wochenbeginn hält sich das Frühlingswetter wohl noch in Süddeutschland. Dagegen kommt über den Norden eine Kaltfront. Sie bringt Wolken und Regen. Sie soll bis Dienstag die Mitte Deutschlands erreichen und dann südwärts ziehen. Ein kalter Wind lässt die Temperaturen auf Werte zwischen 8 und 13 Grad sinken. Ob das nächste Wochenende wieder mit Sonnenschein glänzt, ist laut DWD noch unklar.

Bilder: Frühlingswetter lockt die Deutschen ins Freie

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