Forst erkennt Hitler Ehrenbürgerschaft ab

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Etwa 100 Schüler aus Deutschland und Polen hatten am 1. September in Forst zur Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkrieges weiße und rote Rosen in den Grenzfluss Neiße geworfen.

Forst - Mehr als 64 Jahre nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus hat die Stadt Forst in Brandenburg Adolf Hitler die Ehrenbürgerschaft aberkannt.

Die Stadtverordneten stimmten am Donnerstagabend einstimmig dafür, sagte ein Sprecher. “Dies ist ein symbolisches Signal und moralisch geboten.“ Formal-juristisch ist Hitler ohnehin kein Ehrenbürger der Stadt mehr, da diese Ehrung mit seinem Tod erloschen ist.

Der Anstoß für die Abstimmung kam von einem Bürger, der im Stadtarchiv auf die Ernennung Hitlers im März 1933 gestoßen war. Auch die Ehrenbürgerschaft für den einstigen NSDAP-Gauleiter Wilhelm Kube wurde am Donnerstag widerrufen.

Forsts Bürgermeister Jürgen Goldschmidt (FDP) hatte im Vorfeld der Stadtverordnetenversammlung erklärt, die Stadt sei zwar nicht rechtlich, jedoch moralisch in der Pflicht, diesen Schritt zu tun. Zahlreiche deutsche Städte haben seit Kriegsende symbolisch dem früheren Diktator Hitler die einst verliehene Ehrenbürgerwürde entzogen.

dpa

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