Flut in Brandenburg: Krankenhaus evakuiert

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Rettungskräfte und Helfer schleppen Sandsäcke und versuchen damit, die Fluten zu regeln.

Cottbus/Elsterwerda - Hunderte Einsatzkräfte kämpfen weiterhin in Südbrandenburg gegen das Hochwasser an. Die Bundeswehr steht bereit, auch ein Krankenhaus wurde evakuiert.

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Während Bad Liebenwerda in der Nacht zum Donnerstag einen gleichmäßigen Pegelstand aufwies, stieg die Schwarze Elster bei Herzberg stündlich noch einen Zentimeter an. Bis Mittwoch orderte der Krisenstab in Herzberg 460.000 Sandsäcke, rund 300.000 wurden bis Donnerstagfrüh durch die Helfer gefüllt und an den kritischen Stellen verbaut. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis wurden im Laufe des Mittwoch auf tagsüber 660 erhöht. Vor allem in den Nachtstunden waren auch die THW-Ortsverbände Herzberg, Wittenberg, Bad Belzigsowie fünf Einheiten für Beleuchtung mit gesamt 20 Personen im Einsatz. Weitere Ortsverbände sind mit zwei Zugtrupps und elf Personen für Logistik/Beschaffung unterwegs, um Sandsäcke und Betten aus dem Zentrallager Beeskow nach Elbe-Elster zu holen, wie die Polizei mitteilte.

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Auch ein Verbindungskommando der Bundeswehr stehe dem Krisenstab in Herzberg zur Verfügung. Während der Sitzung des Krisenstabes in Herzberg am Mittwochabend wurde festgelegt, aus Sicherheitsgründen mit der Evakuierung des Krankenhauses Elsterwerda zu beginnen. 104 Patienten wurden zum einen auf die anderen beiden Häuser des Elbe-Elster Klinikums in Herzberg und Finsterwalde verlegt, andere in Krankenhäuser der Nachbarkreise wie Riesa und Großenhain bzw. Dresden und Lauchhammer.

Für die rund 45 Helfer vom DRK im Landkreis Elbe-Elster war es eine große logistische Herausforderung, da unter den Patienten lediglich 35 gehfähig waren. 46 mussten per Rollstuhl, 17 weitere mit Rettungswagen oder Hubschraubern liegend transportiert werden. Gegen 21.00 Uhr war die Evakuierung beendet. Insgesamt waren 2.700 Personen aus Elsterwerda betroffen.

Da die Evakuierung freiwillig war, gibt es keine Erkenntnisse darüber, wie viele Personen dieser Sicherheitsmaßnahme Folge geleistet haben. Als Notunterkunft wurden das Grundschulzentrum Elsterwerda und die Turnhalle in Stadtteil Biehla für 500 Personen hergerichtet.

dapd

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