Krawalle in Hamburg

"Flora"-Anwälte: Gewalt ging von Polizei aus

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Rund 500 Demonstranten sollen bei den Krawallen um die "Rote Flora" verletzt worden sein.

Hamburg - Anwälte des linksautonomen Kulturzentrums „Rote Flora“ haben die Polizei für die schweren Ausschreitungen am vergangenen Wochenende im Hamburger Schanzenviertel mitverantwortlich gemacht.

Die erste Reihe des Protestzugs sei zu Beginn der Demonstration am Samstagnachmittag „völlig friedlich bis auf etwa einen halben Meter an die Polizei rangegangen“, sagte Rechtsanwalt Andreas Beuth am Montag. „Dann ging die Gewalt von der Polizei aus.“

Erst mit Schlagstöcken, dann mit Wasserwerfern. Das rechtfertige nicht die Krawalle im Anschluss, betonte Beuth. „Aber die Situation ist von der Polizei provoziert worden, ganz offensichtlich, um jeden Aufzug von Anfang an zu verhindern.“ Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) wies die Vorwürfe scharf zurück. „Die Verantwortung tragen allein die Kriminellen“, sagte er dem NDR.

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Bei den bis tief in die Nacht dauernden Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gab es auf beiden Seiten zahlreiche Verletzte. Laut Polizei wurden 120 Einsatzkräfte verletzt, 19 davon schwer. Auf der anderen Seite wurden nach Angaben linker Organisationen rund 500 Demonstranten verletzt, 20 davon schwer.

dpa

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