Irakerin verletzt

Feuer in Flüchtlingsunterkünften: War es Brandstiftung?

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Ein Brandermittler im ausgebrannten Dachstuhl dem Mehrfamilienhauses in Sonneberg. Eine Irakerin wurde bei dem Brand leicht verletzt. 

Sülzetal/Saalfeld - Am Wochenende kam es in mehreren Flüchtlingsunterkünften zu Bränden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich hierbei womöglich um Brandstiftung handelt. 

Unbekannte haben am Wochenende ein Feuer an einer Flüchtlingsunterkunft unweit von Magdeburg gelegt. Nach ersten Erkenntnissen zündeten sie einen Brandbeschleuniger an der Tür des von sieben Syrern bewohnten Gehöfts an, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Feuer an dem Gebäude in Bahrendorf verlosch den Angaben zufolge von selbst, ohne großen Schaden anzurichten. Verletzt wurde niemand. Die syrischen Bewohner selbst waren am Sonntagmorgen auf Brandspuren an der Haustür aufmerksam geworden und hatten die Eigentürmerin des Hauses informiert. Diese alarmierte die Polizei. Zunächst gab es keine Hinweise auf die Täter.

Irakerin bei Brand in Wohnhaus leicht verletzt

Des Weiteren ist eine Irakerin bei einem Brand in einem auch von Flüchtlingen bewohnten Mehrfamilienhaus im südthüringischen Sonneberg leicht verletzt worden. Sie litt wegen des Rauchs unter leichten Atembeschwerden, wie die Polizei am Montag in Saalfeld mitteilte. Das Feuer war am Sonntagabend im Dachgeschoss ausgebrochen. Alle 17 Bewohner, darunter zehn Flüchtlinge, konnten das Haus rechtzeitig verlassen. Eine Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.

Nach bisherigen Erkenntnissen brach das Feuer in einem Raum im Dachgeschoss aus, den sich die Hausbewohner als Fitnessraum eingerichtet hatten. Eine technische Ursache schlossen die Ermittler aus, es wurden auch keine Hinweise auf Brandbeschleuniger gefunden. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass das Feuer aber "zumindest" durch fahrlässiges Verhalten verursacht wurde. Auch eine vorsätzliche Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden.

Schäden in Höhe von 50.000 Euro

Das Dachgeschoss wurde bei dem Brand schwer beschädigt. Die Bewohner des Hauses kamen zunächst in Ersatzunterkünften der Stadt sowie bei Bekannten und Freunden unter. Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden in Höhe von mindestens 50.000 Euro. Im Oktober 2014 kam es zu einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Salzhemmendorf. Die mutmaßlichen Täter erwartet womöglich eine lange Haftstrafe, am kommenden Montag wird das Urteil gesprochen. 

dpa/AFP

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