Mit offener Hose durchs Büro

Frankfurt/Main - Immer wieder lief er mit einem offenem Reißverschluss und sichtbarem Glied durch die Bürogänge - jetzt muss der 51 Jahre alte Angestellte eine Geldstrafe zahlen.

Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte den früheren Mitarbeiter einer städtischen Tourismus-Gesellschaft am Freitag als Exhibitionisten zu einer Geldstrafe über 2350 Euro. Dem Mann war nach dem fünften Vorfall per Aufhebungsvertrag gekündigt worden. Zudem schaltete der Arbeitgeber die Staatsanwaltschaft ein.

Vor Gericht legte der seit den Vorfällen arbeitslose Mann ein umfassendes Geständnis ab. Er habe in jener Zeit im Sommer vergangenen Jahres in familiär schwierigen Verhältnissen gelebt, nachdem seine Ehe gescheitert und die Mutter verstorben sei. Das Gericht stellte im Urteil fest, dass die Allgemeinheit ein solches Verhalten auf gar keinen Fall hinzunehmen habe. Wegen der fehlenden Vorstrafen und der vom Angeklagten beteuerten “Einmaligkeit“ seines Fehlverhaltens ließ es das Gericht bei der Geldstrafe, die nicht in das Führungszeugnis eingetragen wird.

dpa

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