Deutscher EU-Vizepräsident hat gelogen

Bei Todescrash hatte Alvaro Koks im Blut

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Alexander Alvaro (38) verursachte im Februar einen tödliuchen Unfall

Köln - Der Vizepräsident des Europaparlaments, Alexander Alvaro (FDP), ist bei seinem schweren Autounfall im Februar offenbar unter Drogen gefahren.

"Zum Zeitpunkt der Tat stand Herr Alvaro unter dem Einfluss von Drogen", bestätigte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Laut Bild-Zeitung hatte der 38-Jährige Kokain im Blut. Alvaro selbst hatte öffentlich erklärt: "Ich bin weder unter Alkohol- noch unter Drogeneinfluss gefahren." Offenbar eine Lüge! Ob die Drogenmenge aber strafrechtlich von Relevanz sei, sei so der Staatsanwalt,noch Gegenstand von Untersuchungen.

Aufschluss über Alvaros Fahrtüchtigkeit zum Unfallzeitpunkt soll nun ein "ergänzendes Gutachten" geben. Bei dem Unfall auf der Autobahn 1 bei Burscheid war in der Nacht zum 23. Februar ein 21-jähriger Student ums Leben gekommen. Gegen Alvaro wird seit dem Frühjahr wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Der FDP-Politiker war mit seinem Wagen auf das quer stehende Auto des 21-Jährigen geprallt. Alvaro selbst trug schwere Verletzungen davon, ebenso zwei weitere Insassen des anderen Wagens. Alvaros Anwalt Achim Doerfer sagte der Bild-Zeitung zu dem Drogen-Befund: "Wir stellen die Befunde der Staatsanwaltschaft ausdrücklich nicht in Abrede. In jedem Fall haben sie keine strafrechtliche Relevanz."

Alvaro ist seit 2004 Mitglied des EU-Parlaments. Mitte Oktober hatte der 38-Jährige angekündigt, dass er bei der Europawahl im Mai 2014 nicht mehr kandidieren wird.

afp

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